In Gmunden, wo die Wellen des Traunsees sanft an die Ufer plätschern, fand kürzlich die Ortsstellenversammlung des Roten Kreuzes statt. Ein Anlass, der nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammenbrachte. Ortsstellenleiter Thomas Bergthaler und sein engagiertes Team wurden für eine dritte Funktionsperiode bestätigt. Ein Zeichen des Vertrauens, das sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog.
Die Bilanz für 2025 kann sich wirklich sehen lassen: Nahezu zehn Erdumrundungen im Rettungsdienst – das sind über 386.000 Kilometer, die die Einsatzkräfte in einem Jahr zurückgelegt haben. Wenn man darüber nachdenkt, sind das mehr als 45 Einsätze pro Tag! Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 16.645 Mal rückten die Helfer aus, um Menschen in Not zu helfen.
Ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftsgeist
Im Mittelpunkt der Versammlung standen auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Über 28.500 Stunden haben sie geleistet, während die hauptberuflichen Mitarbeiter 27.274 Stunden investierten. Zivildiener kamen mit 26.316 Stunden hinzu. Zusammen ergibt das eine enorme Zahl von über 214.000 freiwilligen Stunden, die in 2024 allein in Gmunden erbracht wurden. Es ist einfach beeindruckend, wie viele Menschen sich aus Liebe zum Menschen engagieren.
Die Zuhörer wurden zudem durch eine Fotopräsentation in den Alltag der Mitarbeiter hineingezogen, ein Blick hinter die Kulissen, der oft nicht wahrgenommen wird. Die Ehrengäste, darunter Nationalrätin Elisabeth Feichtinger und Bürgermeister Stefan Krapf, zeigten sich beeindruckt von der Arbeit und dem Engagement des Roten Kreuzes. Das, was hier geleistet wird, ist mehr als nur ein Job; es ist eine Berufung.
Der Blick nach vorne
Präsident Gottfried Hirz sprach nicht nur über die Erfolge, sondern auch über die Notwendigkeit, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Die Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialdienst sind groß. Der Bedarf an Fachkräften im Rettungsdienst wird von der Bundesagentur für Arbeit als hoch eingestuft. In Deutschland sind beispielsweise im Jahr 2021 rund 85.000 Personen im Rettungsdienst beschäftigt. Ein Anstieg, der nicht nur die Bedeutung der Branche widerspiegelt, sondern auch den Druck, der auf den Schultern der bestehenden Mitarbeiter lastet.
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf dem Jugendrotkreuz. Die Gruppen wachsen, und Projekte wie der „Digital Trainer“ zeigen, dass die Zukunft im Ehrenamt auch digital ist. In einer Welt, die sich ständig wandelt, ist es wichtig, dass die nächsten Generationen für den Dienst am Nächsten begeistert werden.
Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichen Beisammensein, bei dem die Anwesenden die Möglichkeit hatten, sich auszutauschen und die Atmosphäre zu genießen. Man spürte die Verbundenheit, den Gemeinschaftsgeist, der das Rote Kreuz Gmunden prägt. Hier wird nicht nur gerettet, hier wird Leben gelebt – mit Herz und Hingabe.