Heute ist der 15.05.2026 und die Situation im Toscanapark in Gmunden sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Die Toilettenanlagen sind abgesperrt – ein Umstand, der bei den Spaziergängern für Unmut sorgt. Man könnte fast sagen, dass der Park in dieser Hinsicht mehr als nur einen kleinen Schönheitsfehler hat. Bei einem gemütlichen Spaziergang möchte man schließlich nicht nur die frische Luft und die schöne Aussicht genießen, sondern auch auf die grundlegenden Bedürfnisse Rücksicht nehmen können. Wenn die Toiletten fehlen, kann das schon mal zur Geduldprobe werden.
Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Umbau des denkmalgeschützten Landschlosses Ort in ein Hotel zieht sich wie Kaugummi. Ein Jahr ist seit der umstrittenen Rodung vergangen, bei der satte 6500 Quadratmeter Wald für Parkplätze abgeholzt wurden. Das lässt nicht nur Naturliebhaber aufhorchen, sondern auch die Bürger, die sich eine gepflegte Parkanlage, saubere Toiletten und eine funktionierende Infrastruktur wünschen. Bisher gibt es keinen Baustart für das Hotel und auch keine klaren Informationen über den weiteren Verlauf des Projekts. Der Baubescheid für das Hotel läuft im Juli aus, und die Frage, was danach kommt, hängt wie ein Damoklesschwert über der Liegenschaft.
Ungewisse Zukunft für das Landschloss
Der Gemeinderat Philipp Wiatschka von der Liste WIA äußert Bedenken zur Realisierbarkeit des Projekts. „Wie geht es weiter?“, fragt man sich nicht nur im Rathaus, sondern auch unter den Bürgern. Eine Anfrage im Gemeinderat zu diesem Thema blieb seit März unbeantwortet, was die Verwirrung nur noch verstärkt. Es scheint fast so, als würde jeder die Verantwortung für die Situation von sich schieben. Land, Hotelentwicklungskonsortium, Denkmalamt und Stadtgemeinde – alle weisen auf ihre Unzuständigkeit hin. Das Landschloss Ort zeigt bereits Anzeichen des Verfalls, und die abgesperrten Toiletten sorgen für zusätzlichen Ärger unter den Besuchern. Wer hätte gedacht, dass der Zustand eines Parks derart zum Thema werden könnte?
Die Bürger sind frustriert. Sie wünschen sich nicht nur eine restaurierte Sehenswürdigkeit, sondern auch eine Umgebung, die zum Verweilen einlädt. Der Park und das Landschloss könnten so viel mehr sein – ein Ort der Erholung, des Genusses. Doch die gegenwärtige Lage lässt darauf schließen, dass hier noch viele Fragen offen sind. Die Hoffnung bleibt, dass die Verantwortlichen endlich eine klare Linie finden und die Bürger nicht länger im Ungewissen lassen. Hier gehen Sie zu weiteren Informationen.
Was braucht Gmunden wirklich? Eine unüberlegte Planung kann nicht die Lösung sein, und es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Das Landschloss und der Toscanapark haben das Potenzial, ein echtes Juwel zu werden – doch dafür müssen die Weichen jetzt richtig gestellt werden. Es bleibt nur zu wünschen, dass bald Bewegung in die Sache kommt.