Die Traunsee Woche hat am Donnerstag, den 15. Mai 2026, ihre Segel gesetzt, und obwohl die Wettergötter nicht gerade gnädig waren, war die Stimmung unter den Teilnehmern ungebrochen. Starkregen und Flauten machten den Wettkämpfern ganz schön zu schaffen. Doch die ersten Wettfahrten in mehreren Klassen konnten erfolgreich über die Bühne gebracht werden. Was für ein Auftakt!
Die Spannung war förmlich greifbar, als die Segelboote über den Traunsee glitten – auch wenn es zwischendurch ziemlich heftig regnete. Die deutschen Segler zeigten sich als wahre Meister ihres Fachs und dominierten die ersten Wettkämpfe. Bei der internationalen österreichischen Staatsmeisterschaft der H-Boote im Segelclub Ebensee gab es einige spannende Duelle. Eine Wettfahrt konnte bei fairen Bedingungen durchgeführt werden, bevor der Regen alles übertönte.
Deutsche Dominanz und heimische Helden
Knut Viehweger, ein deutscher Steuermann, und sein Team segelten allen anderen davon und sicherten sich den ersten Platz, gefolgt von zwei weiteren deutschen Booten. Der beste Österreicher, Hans Joachim Schibany vom Segelclub Altmünster, fand sich auf dem vierten Platz wieder – gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz stark war. Im Union Yacht Club Traunsee wurden in den Klassen ILCA 6, ILCA 7 und Zoom8 Wettfahrten durchgeführt. Anton Schwab (ILCA 6), Ernst Frauscher (ILCA 7) und Emma Ebenhöh (Zoom8) waren die strahlenden Sieger.
Leider mussten die zweiten Rennen aufgrund des anhaltenden Regens und des schwächer werdenden Winds abgebrochen werden. Ein wenig frustrierend, aber das Wetter lässt sich nun mal nicht bändigen. In der Klasse First 18 blieb der Donnerstag ohne Wertung. Im ASKÖ Gmunden Segeln konnten immerhin eine Wettfahrt in den Klassen Surprise und Yardstick abgeschlossen werden, wobei Manfred und Ulrike Mokre als Yardstick-Sieger und Joseph Ascher mit seiner Crew in der Klasse Surprise triumphierten.
Nachwuchs und lokale Talente
Im Segelclub Altmünster führt Alexander Mastnak mit seinem vielversprechenden Nachwuchsteam in der Klasse h26. Das ist doch ein guter Grund zur Freude! Und in Traunkirchen hat Marcel Geiger im Express die Nase vorn. Wenn man sich das anschaut, kann man nur staunen, wie viel Talent und Leidenschaft hier am Wasser versammelt sind. Im Kielzugvogel sind die deutschen Segler ebenfalls ganz vorne mit dabei, angeführt von Alexander Morgenstern, der eine ganze Reihe von deutschen Booten an die Spitze brachte.
Ein bisschen Sorge macht das Wetter. Gerade im Sommer, besonders im Juli und August, kann es durch blockierende Hochs über der Nord- und Ostsee zu längeren Windstillständen kommen. Wenn das Wasser über 20 Grad Celsius hat, ist die Thermik einfach nicht möglich. Die Jahre 2018 und 2022 haben gezeigt, was passiert, wenn der Wind ausbleibt – die Segelbedingungen werden unberechenbar. Das hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Traunsee Woche, sondern auch auf die Regionen wie Korsika und Mallorca, wo die Zerstörung durch Tiefdrucklagen zunimmt.
Die globale Erwärmung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Höhere Temperaturen bringen mehr Energie mit, was auch die Intensität von Tropenstürmen betrifft. Das zeigt sich an den verheerenden Folgen des Hurrikans Ian in Florida. Die Anzahl der tropischen Wirbelstürme bleibt zwar konstant, doch ihre Stärke kann erheblich zunehmen.
So bleibt nur zu hoffen, dass der Wettergott in den kommenden Tagen ein Einsehen hat und die Segler beim Wettkampf unterstützt. Es bleibt spannend auf dem Traunsee!