Das Leben kann manchmal wie ein leeres Blatt erscheinen, das nur darauf wartet, mit bunten Farben gefüllt zu werden. So erlebten es 56 Senioren aus St. Marienkirchen, als sie zu einem spannenden Ausflug aufbrachen. Mit Neugier und guter Laune im Gepäck erkundeten sie verschiedene Stationen, die ihre Herzen höher schlagen ließen. Von faszinierender Keramik über moderne Fertighäuser bis hin zu den einladenden Mostheurigen war alles dabei. Ein echter Hochgenuss für die Sinne!
Besonders die Keramikwerkstätten in der Region Kannenbäckerland, die für ihre kunstvollen Produkte bekannt sind, waren ein wahres Highlight. Hier wird nicht nur mit viel Hingabe getöpfert, sondern auch die Tradition des Handwerks lebendig gehalten. Viele Besucher zieht es in eines der größten Keramikmuseen Europas, wo die Geschichten der Töpfer und ihrer Werke erzählt werden. Hätte man einen Pinsel in der Hand, könnte man die Farben der Erinnerungen in die Luft malen!
Ein Blick in die Vergangenheit
Ein Besuch im Kannenbäckerland wäre nicht komplett ohne den Limesturm und den „römischen Nutzgarten“ in Hillscheid. Diese Orte bieten einen faszinierenden Einblick in die römische Geschichte der Region. Man kann sich fast vorstellen, wie das Leben vor tausenden von Jahren war – das Rauschen des Rheins im Hintergrund und die Stimmen der Menschen, die den Limonade-Brauen und die Töpferei lebendig hielten.
Apropos Lebendigkeit – die Region hat auch kulturell einiges zu bieten. Regelmäßige Events wie der Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen oder der Töpfermarkt in Ransbach-Baumbach ziehen zahlreiche Besucher an. Ein ganz besonderer Aktionstag, „Höhr-Grenzhausen brennt Keramik“, lässt die Herzen der Kunstliebhaber höherschlagen. Hier kann man den Keramikern über die Schulter schauen und erleben, wie aus einem einfachen Klumpen Ton wahre Kunstwerke entstehen.
Musik und Emotionen im Keramikmuseum
Kein Ausflug in die Welt der Keramik wäre vollständig ohne den musikalischen Genuss, der im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen geboten wird. Am Sonntag, den 22. September, wird das Trio Eisenman mit ihrem Programm „Balagan“ die Besucher in eine andere Zeit entführen. Sie spielen Werke von Komponisten, die in den 1920er und 30er Jahren in Deutschland lebten und deren Schicksale oft von Vergessenheit bedroht sind. Eine Mischung aus musikalischer Unordnung und kreativem Chaos, das zum Nachdenken anregt.
Wem es dann nach all diesen Eindrücken nach etwas Ruhe verlangt, der kann sich in die umliegenden Naturschutzgebiete zurückziehen. Das Kannenbäckerland, eingebettet zwischen dem Rheintal, dem Westerwald und dem Naturpark Rhein-Westerwald, ist ein wahres Paradies für Wanderer und Radfahrer. Egal, ob man die Stille der Wälder oder die sanften Hügel genießen möchte, hier findet jeder seinen Platz unter der Sonne.