In Waidhofen an der Ybbs, genauer gesagt in Waidhofen/Ybbs-Wirts, gab es kürzlich einen spektakulären Vorfall, der das Herz eines jeden Tierliebhabers höher schlagen lässt. Ein Jungstier namens „Philipp“ fand sich in einer misslichen Lage wieder: Er war in einen Betonschacht gestürzt! Der Landwirt, der den Sturz bemerkte, wusste schnell, dass es Zeit war zu handeln – und so alarmierte er die Feuerwehr.
Die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Ybbs-Wirts war sofort zur Stelle. Zwölf mutige Feuerwehrleute rückten aus, um dem armen „Philipp“ zu helfen. Nach einer gründlichen Lageerkundung entschieden sie sich für ein schonendes Rettungsverfahren. Die enge bauliche Situation verlangte höchste Vorsicht, denn niemand wollte dem Tier schaden. Die Einsatzstelle wurde gesichert, und mit geeigneten Hebemitteln ging es ans Werk. Während der gesamten Rettungsaktion wurde der Zustand des Jungstiers aufmerksam beobachtet. Nach etwa 45 Minuten der Anspannung, in denen sicherlich auch das Herz der Zuschauer einen Takt schneller schlug, konnte „Philipp“ schließlich behutsam befreit und unverletzt an seinen Besitzer übergeben werden. Was für ein Happy End!
Rettung von Fibi und anderen tierischen Notfällen
Doch das war nicht der einzige Tierrettungseinsatz in der Region. In Waidhofen an der Ybbs hatten die Feuerwehrleute auch mit anderen tierischen Notlagen zu tun. So wurde eine junge Katze namens Fibi gemeldet, die zwei Tage lang in einem Baum festsaß. Lautes Miauen ließ die Anwohner nicht kalt, und so wurde erneut die Feuerwehr alarmiert. Ein fünfköpfiges Team machte sich auf den Weg, ausgestattet mit einer langen Leiter und einer Portion Katzenspielzeug sowie Leckerlis, um das kleine Fellknäuel zu beruhigen.
Der Feuerwehrmann Luki hatte die richtige Idee. Mit Geduld und Geschick konnte er Fibi schließlich sichern und sanft nach unten tragen. Das Publikum applaudierte, als das Kätzchen sicher im Korb landete. Doch das war noch nicht alles – nur kurz darauf musste die Feuerwehr erneut ausrücken, diesmal wegen einer Katze, die sich im Motorraum eines Autos versteckt hatte. Nach einer turbulenten Rettungsaktion, bei der sogar die Fahrerkabine eines Rüstlöschfahrzeugs gekippt werden musste, konnte auch diese Katze in Sicherheit gebracht werden. Sie wurde dann in eine Katzenbox zum Tierschutzverein Ybbstal gebracht. Ein guter Tipp für alle Katzenbesitzer: In kälteren Jahreszeiten darauf achten, dass die Tiere keine warmen Plätze in Motoren suchen!
Die Rolle der Feuerwehr bei Tierrettungen
Die Feuerwehr hat nicht nur den Menschen, sondern auch Tieren in Notlagen eine Menge zu verdanken. Tierrettung gehört zu den zentralen Aufgaben der Feuerwehr. Egal, ob ein Pferd im Graben steckt oder ein brennender Kuhstall droht, die Feuerwehr ist zur Stelle, um Leben zu retten. Feuerwehrfrau Theresa Balzer erklärt, dass man die Feuerwehr nur bei unmittelbarer Gefahr für das Tier rufen sollte. Oft können Katzen selbst aus Bäumen herunterkommen, aber wenn es brenzlig wird, sind die Einsatzkräfte schnell zur Stelle.
Es ist wichtig zu wissen, dass Tierrettungseinsätze in der Regel kostenpflichtig für die Tierhalter sind. Die Kosten können stark variieren – ein Feuerwehrwagen kann beispielsweise bis zu 500 Euro pro Stunde kosten. In Bayern sieht die Sache etwas anders aus: Dort sind Einsätze kostenfrei, wenn ein Tier in unmittelbarer Gefahr ist. Und damit es im Notfall schnell geht, empfehlen Tierschutzorganisationen, eine Notfallkarte mit Informationen über Haustiere bereit zu halten. Denn wer möchte schon in einer Notsituation in Panik geraten?
Die Zahl der Einsätze, insbesondere mit Großtieren, hat in den letzten Jahren zugenommen. Freiwillige Feuerwehren spielen dabei eine entscheidende Rolle und sind auf Nachwuchs angewiesen. Es ist also nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Menschlichkeit, die in diesen Einsätzen zum Tragen kommt. Ein Hoch auf die Feuerwehr und ihr Engagement für Tiere in Not!