Am 24. April 2026 fand die 17. Auflage des Mostviertler Schul-Innovationspreises in der Wirtschaftskammer Amstetten statt. Dieser Wettbewerb, der von der ESA Elektro Automation GmbH in Kooperation mit der Wirtschaftskammer ins Leben gerufen wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die Höheren Schulen in Westniederösterreich zu fördern und kreative Ideen junger Talente ins Rampenlicht zu rücken. In diesem Jahr präsentierten die Schüler beeindruckende 40 technische und kreative Projekte, die durch eine Expertenjury nach Kriterien wie Innovation, Qualität, Originalität und Präsentation bewertet wurden.
Besonders herausragend war die HTL Waidhofen/Ybbs, die gleich zwei Projekte in die Finalrunde brachte. Das Gewinnerprojekt, eine mobile Trommelsäge zur Verarbeitung von Brennholz, wurde von den Schülern Tobias Lindner, Florian Hosa und Andreas Fürlinger entwickelt und durfte sich über ein Preisgeld von 3.000 Euro freuen. Der zweite Platz ging an das Kollegenduo Raphael Spreitzer und Jonas Fangmeyer für ihre CNC-Portalfräse, die sie für einen Tischlereibetrieb konzipiert hatten. Auch sie erhielten ein Preisgeld von 2.000 Euro. Zudem wurde die HTL Waidhofen/Ybbs mit einem Schulpreis von 2.000 Euro ausgezeichnet, was die hervorragende Ausbildung und Innovationskraft der Schule unterstreicht.
Erstmals Online-Voting und Publikumspreis
Ein spannendes neues Element in diesem Jahr war das Online-Voting für den Publikumspreis, der von der IT-HTL Ybbs mit ihrem Projekt „FeuerNET“, einem neuen Einsatzleitsystem, gewonnen wurde. Die Siegerehrung wurde erstmals live im Internet übertragen, was dazu führte, dass sich rund 350 Bildschirme bei der Veranstaltung eingeloggt hatten. Dies zeigt, wie sehr das Interesse an innovativen Projekten in der Region wächst und wie die Schulen mit ihren kreativen Ansätzen die Öffentlichkeit begeistern können.
Die Erfolge der HTL Waidhofen/Ybbs spiegeln nicht nur die Qualität der Ausbildung wider, sondern zeigen auch, wie regionale Innovationen entstehen können. Die betreuenden Lehrer, Dipl.-Ing. Othmar Pöschl und Ing. Joachim Wagner, MSc, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schüler ihre Ideen erfolgreich umsetzen konnten. Solche Erfolge sind ein Zeichen dafür, dass kreative Köpfe in der Region nicht nur gefördert, sondern auch gefeiert werden sollten.
Bildungsinnovationen im größeren Kontext
Im Rahmen der Förderung von Bildungseinrichtungen in Österreich gibt es auch den ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation, der erstmals verliehen wird. Mit einem Gesamtpreisgeld von 100.000 Euro sollen Schulen mit zukunftsweisenden Ansätzen ausgezeichnet werden. Teilnahmeberechtigt sind alle öffentlichen Schulen und Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht, die sich in verschiedenen Kategorien bewerben können. Die Einreichungsfrist endet am 28. Februar 2025, und die Preisverleihung findet im Herbst 2025 in Wien statt. Dieses Engagement für innovative Bildungsansätze ist ein weiterer Schritt, um die Qualität der Ausbildung in Österreich zu steigern und den Austausch zwischen Schulen zu fördern.
Insgesamt zeigt der Mostviertler Schul-Innovationspreis eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen eine Plattform zu bieten, um ihre Ideen zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Die Zukunft gehört den kreativen Köpfen, und die Schulen in der Region leisten einen wertvollen Beitrag dazu.