Die Baubranche in Österreich zeigt sich nach schwierigen Jahren wieder auf dem Weg der Besserung. Umsatzrückgänge von bis zu 40 Prozent haben viele Unternehmen in der Krise gezwungen, neue Strategien zu entwickeln. Doch seit dem zweiten Halbjahr 2025 spürt man ein deutliches Revival im Neubau. Christian Wimberger, Geschäftsführer eines angesehenen Familienunternehmens, berichtet von einer wachsenden Nachfrage, vor allem im Bereich der Sanierungen, Umbauten und Aufstockungen. Hier liegt das Investitionsvolumen einfach im überschaubaren Rahmen – was für viele Bauherren eine willkommene Nachricht ist.

Ein besonders interessanter Trend zeichnet sich bei den Verkäufen gebrauchter Einfamilienhäuser ab. Die Käufer sind zunehmend auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen und setzen dabei auf innovative Technologien wie PV-Anlagen und Wärmepumpenheizungen. Laut den aktuellen Zahlen von Immounited ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Vorjahr in allen Bundesländern gestiegen. Am stärksten bewegte sich der Markt in Wien mit einem Plus von 31 Prozent und in Niederösterreich, wo 600 zusätzliche Häuser den Besitzer wechselten. So beschreibt Bernhard Reikersdorfer von Remax die Situation als erfreulich und sogar über den Erwartungen liegend.

Herausforderungen und Chancen im Bauwesen

Die Erholung des Marktes bringt jedoch auch eine neue Realität mit sich. Große Mengensprünge im Verkauf sind für 2026 eher unwahrscheinlich. Die Käufer werden mit Sicherheit härtere Preisverhandlungen führen. Vorsichtiger Optimismus kommt auch von Michael Wardian von der Kirchdorfer Fertigteilholding. Zwei Drittel der Betriebe, die befragt wurden, erwarten stabilere Umsätze im kommenden Jahr. Das bietet Anzeichen dafür, dass die Branche allmählich wieder Fuß fasst.

Betrachtet man die Bauwirtschaft in einem größeren Kontext, wird klar, dass diese Branche in den letzten Jahrzehnten signifikante Veränderungen durchlebt hat. Der Bauboom zwischen 1991 und 1995, bedingt durch die Wiedervereinigung, wurde gefolgt von einer zehnjährigen Baurezession, die ab 1996 anbrach. Der Zeitraum von 2006 bis 2021 war von einem nachhaltigen Aufschwung geprägt, auch wenn die Corona-Pandemie ihre Spuren hinterlassen hat. Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine 2022 ist jedoch ein Ende dieses Aufschwungs zu verzeichnen. Die Kosten und Preise steigen, die Zinsen ebenfalls – der Baubedarf bleibt dennoch deutlich spürbar, besonders bei Wohnungen und maroder Infrastruktur.

Der Blick auf Büroimmobilien und den stationären Handel

Wenn wir uns die Büroimmobilien ansehen, zeigt sich eine stabile Renditeerwartung, die auf eine Marktberuhigung hindeutet. Die Nachfrage konzentriert sich auf Objekte mit hoher Flächeneffizienz und guter Anbindung. Hybride Arbeitsmodelle führen zudem zu einer Konsolidierung von Flächen. Bestandsobjekte in sekundären Lagen müssen sich dringend repositionieren, um den Herausforderungen des Marktes gewachsen zu sein. Hier ist eine klare ESG-Perspektive gefragt, um Vermietungsrisiken zu minimieren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Im stationären Handel sehen wir eine Zweiteilung: Lebensmittel und Fachmärkte in guten Lagen sind stabil, während sekundäre Lagen mit sinkenden Preisen kämpfen. Shopping-Center stehen unter Druck, vor allem in Randlagen, während in den Toplagen Stabilität herrscht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in erlebnisorientierten Angeboten und einem durchdachten Portfoliomanagement.

Die Aussichten für die Zukunft sind also gemischt, aber es gibt genug Gründe, optimistisch zu bleiben. Wohnimmobilien sind nach wie vor der Investmentfokus, unterstützt durch eine strukturelle Nachfrage. Auch der Gesundheitsbereich zeigt Potenzial, und die Digitalisierung treibt die Entwicklung neuer Asset-Klassen wie Data-Center voran. Wenn wir das alles zusammenfassen, wird klar: Die Baubranche in Österreich hat noch viel vor sich, und die kommenden Jahre könnten spannender werden als je zuvor.

Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unsere neue VeloCore-Umsetzung erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – umgesetzt durch Daniel Wom mit sauberem semantischem Markup, ausreichenden Kontrasten und voller Tastaturbedienbarkeit.