Das Ende eines Traums: Warum „Aux Gazelles“ in Wien Insolvenz anmeldete
Heute ist der 17.06.2026 und wir werfen einen Blick auf eine nicht allzu erfreuliche Nachricht aus der Rahlgasse 5 in Wien-Mariahilf. Das beliebte Lokal „Aux Gazelles“, bekannt für sein orientalisches Flair und die entspannenden Hamam-Erlebnisse, ist insolvent. Ein Konkursverfahren über die Betreibergesellschaft wurde am Handelsgericht Wien eröffnet. Das tut schon beim Lesen weh, oder? Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 230.000 Euro, und das betrifft nicht nur die Betreiber, sondern auch etwa 58 Gläubiger und 15 Dienstnehmer, die in der Warteschleife hängen.
Das Lokal selbst und das Hamam bleiben bis Ende Juni geöffnet – ein kleines Trostpflaster in dieser trüben Lage. Aber hier kommt der Haken: Gutscheine werden nicht mehr angenommen. Kunden berichten von Schwierigkeiten beim Einlösen ihrer kürzlich erworbenen Wellness-Gutscheine, und das ist wirklich frustrierend. Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) dürfen insolvente Unternehmen keine Gutscheine mehr annehmen. Gutschein-Besitzer gelten in diesem Fall als Gläubiger und können nur einen Ersatzanspruch anmelden, was oft nicht rentabel ist. Das ist nicht gerade das, was man sich bei einem entspannenden Besuch erhofft.
Der Zauber ist verflogen
<p"Aux Gazelles" wurde im Jahr 2002 eröffnet und erfreute sich über die Jahre hinweg großer Beliebtheit. Das orientalisch geprägte Konzept, das Essen und die Atmosphäre waren ein echter Anziehungspunkt für viele Wienerinnen und Wiener. Doch nun bleibt die Frage: Wie konnte es so weit kommen? Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig und oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, steigende Kosten und vielleicht auch die Auswirkungen von Pandemie-Maßnahmen könnten hier eine Rolle gespielt haben. Man fragt sich, ob es hätte anders laufen können.
Die Schicksale der Dienstnehmer und Gläubiger sind jetzt ungewiss. Viele haben in die Hoffnung investiert, die durch Gutscheine repräsentiert wird, und nun stehen sie vor geschlossenen Türen. Ein echtes Dilemma! Man erinnert sich vielleicht nostalgisch an die Abende, an denen man mit Freunden im „Aux Gazelles“ den Alltag hinter sich ließ, jetzt bleibt nur die Frage, ob dieser Ort, der so viele schöne Erinnerungen weckte, bald für immer geschlossen bleibt.
Ein bitterer Nachgeschmack
Insolvenzen sind kein Einzelfall, und sie bringen oft eine Welle von Emotionen mit sich. Die Enttäuschung der Gutschein-Besitzer ist verständlich – schließlich hat man in etwas investiert, das einem Freude bringen sollte. Und die Mitarbeiter, die jetzt um ihre Zukunft bangen, verdienen ebenfalls unsere Solidarität. In Zeiten wie diesen zeigt sich, wie verletzlich selbst die beliebtesten Orte sein können. Die Gastronomie hat es ohnehin schon schwer genug, und solche Meldungen machen es nicht einfacher.
Bleibt zu hoffen, dass vielleicht doch noch ein Lichtblick in dieser dunklen Zeit auftaucht. Vielleicht findet sich ein neuer Betreiber, der den Zauber von „Aux Gazelles“ wiederbeleben kann. Wer weiß? In der Zwischenzeit heißt es für die Gutschein-Besitzer: Augen auf und vielleicht einen Plan B in der Hinterhand haben. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade – oder in diesem Fall: vielleicht einen neuen Restaurantbesuch in einem anderen Lokal, das noch aufblüht.
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