In Liesing tut sich gerade einiges am Liesingbach! Seit 2020 wird hier fleißig gewerkelt, um diesen kleinen Fluss wieder in einen naturnäheren Zustand zu bringen. Die Renaturierung schreitet voran, und das ist wirklich spannend. Aktuell sind die Arbeiten zwischen dem Atzgersdorfer Platz und der Gutheil-Schoder-Gasse im vollen Gange – der sogenannte Bauteil 2 ist in der Mache. Das große Ziel? Eine bessere Gestaltung des Bachs, ein effektiverer Hochwasserschutz und natürlich eine saubere, lebendige Wasserqualität.

Es sind beeindruckende 9,2 Kilometer des Liesingbachs, die schrittweise renaturiert werden. In diesem Zusammenhang errichtet der Wien Kanal einen neuen Regenwasserkanal, der schmutziges Oberflächenwasser auffängt und es zur Kläranlage in Simmering leitet. Der aktuelle Bauabschnitt umfasst 2,8 Kilometer des Kanals, von denen bereits 2,3 Kilometer fertiggestellt sind. Das Tüpfelchen auf dem i: Ein Teil wurde mit unterirdischer Vortriebstechnik gebaut! Das klingt nicht nur futuristisch, sondern verkürzt auch die Bauzeit und reduziert Lärm- sowie Schmutzbelastungen für uns Anwohner.

Grüne Oasen und lebendige Wasserwelten

Und das ist noch nicht alles! Geplant ist eine naturnahe Erholungsinsel im Bereich der Riegermühle. Wenn man das so hört, kann man sich schon fast vorstellen, wie man dort an einem sonnigen Tag entspannt und dem Plätschern des Wassers lauscht. Auch die ersten Gewässerzonen mit Sand- und Schotterbänken sind bereits auf Höhe von Alterlaa entstanden. Das klingt nach einem kleinen Paradies für die heimische Flora und Fauna! Über 400 hitzetolerante Bäume und mehr als 600 heimische Sträucher wurden entlang des Liesingbachs gepflanzt. Das gibt nicht nur Schatten, sondern auch ein bisschen mehr Leben in die Gegend.

Ein besonders schönes Projekt ist das „Schwebende Grün“ beim Steinsee, das mit Kletterpflanzen für eine angenehme Beschattung und ein besseres Mikroklima am Bach sorgt. Man kann sich vorstellen, wie die Pflanzen ranken und das Stadtbild auflockern. Das alles bringt die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 85 Millionen Euro – also kein Pappenstiel, aber die Investition in die Natur lohnt sich! Das Umweltministerium hat über eine Million Euro für den Wasserbau im aktuellen Bauabschnitt bereitgestellt, und insgesamt belaufen sich die Kosten für den Wasserbau auf rund drei Millionen Euro. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadt Wien und dem Bund.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Wusstet ihr, dass die Gewässerrenaturierung eine Rückführung von vom Menschen veränderten Gewässern in einen natürlicheren Zustand bedeutet? Man spricht auch von Regeneration oder Revitalisierung. Dabei ist oft eine Initialmaßnahme nötig, wie die Entfernung von Beton am Ufer oder im Flussbett. Das Ziel ist es, eine eigendynamische Entwicklung hin zu einem naturnahen Zustand zu erreichen. Man könnte sagen: Es geht darum, die Natur ihren Lauf nehmen zu lassen, anstatt alles umzubauen. Natürlich ist das ein langwieriger Prozess. So eine Renaturierung orientiert sich an hydromorphologischen Steckbriefen und erfordert realistische Entwicklungsziele.

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Die Planung und Durchführung dieser Maßnahmen kann Jahre in Anspruch nehmen. Aber die Ergebnisse sind es wert – ein naturnaher Zustand kann schließlich nicht über Nacht entstehen. Wichtig ist, dass alle betroffenen Akteure und Interessengruppen frühzeitig eingebunden werden, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Schließlich geht es um unser Wasser, um unsere Umwelt und um die Lebensqualität in Liesing!

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