Der Bräunerhof in der Stallburggasse hat eine lange, bewegte Geschichte. Über 100 Jahre war dieses Kaffeehaus ein fester Bestandteil der Wiener Kaffeehauskultur und hat zahlreiche berühmte Gäste angezogen. Namen wie Thomas Bernhard und Hugo von Hofmannsthal schwirren einem da sofort durch den Kopf. Leider hat das legendäre Café im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet – ein herber Verlust für die Wiener Kaffeekultur. Doch jetzt gibt es Grund zur Freude! Am Mittwoch öffnet der Bräunerhof nach umfassenden Renovierungsarbeiten wieder seine Türen.

Das neue Kapitel des Bräunerhofs wird von Peter Friese, dem Betreiber des „Schwarzen Kameel“, und Mario Plachutta, dem Kopf hinter einer der bekanntesten Restaurantfamilien Wiens, geschrieben. Sie haben sich den Zuschlag für das traditionsreiche Kaffeehaus gesichert, und das mit einer Investition von satten vier Millionen Euro. Wow, das ist nicht ohne! Die Renovierungsarbeiten, die im Herbst begannen, waren notwendig, um den alten Charme des denkmalgeschützten Gebäudes zu bewahren, während gleichzeitig moderne Annehmlichkeiten integriert wurden. Es wurde nicht nur die Fassade frisch gestrichen, sondern auch der Gastgarten vergrößert und die Elektrik auf den neuesten Stand gebracht.

Ein Hauch von Nostalgie

Die Betreiber legen großen Wert darauf, dass die sanfte Renovierung des Bräunerhofs den Charakter des Lokals nicht verloren gehen lässt. Die traditionellen Sitzgelegenheiten, Tische und Lampen blieben weitgehend erhalten. Das alles soll den Gästen ein vertrautes Gefühl geben, während sie gleichzeitig in den Genuss moderner Annehmlichkeiten wie Fernwärme, Klimaanlage und WLAN kommen. Es ist also für jeden etwas dabei – selbst die Bezahlung wird jetzt auch mit Karte oder Handy möglich sein!

Die Speisekarte wird sowohl Klassiker als auch neue, internationale und vegane Gerichte bieten. Hierzu zählen unter anderem Schnitzel, Knödel mit Ei und Sacherwürstel – da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen. Und die Preise? Die wurden angepasst, damit wirklich jeder ein Stück Wiener Kaffeehauskultur kosten kann. Ab sofort hat der Bräunerhof täglich von 8 bis 22:30 Uhr geöffnet.

Kulturelle Proteste

<pDoch nicht alles ist eitel Wonne. Vor der Wiedereröffnung gab es Protestaktionen von Wiener Kunst-Studenten, die auf den Verlust der kulturellen Identität des Cafés aufmerksam machen wollten. Ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, wie stark dieser Ort mit der Geschichte und der Kultur Wiens verwoben ist. Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass der Bräunerhof nicht nur ein Ort zum Kaffeetrinken ist, sondern auch ein Stück Seele der Stadt darstellt.

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<pDer Bräunerhof wird somit nicht nur als Kaffeehaus wiedereröffnet, sondern auch als ein Ort, an dem Kultur und Geschichte lebendig bleiben. So bleibt zu hoffen, dass er in der heutigen Zeit seinen Platz in den Herzen der Wiener und der Touristen zurückerobert. Und wir sind gespannt, welche neuen Geschichten und Begegnungen hier in Zukunft entstehen werden!

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