Am 16. Juni 2025 wurde das AMS Lienz in Ybbs an der Donau erneut als beste Geschäftsstelle Tirols ausgezeichnet, und das bereits zum dritten Mal in Folge. Ein Grund zur Freude für die Region Lienz! Österreichweit schaffte es das AMS Lienz auf den respektablen 13. Platz. Diese Auszeichnung ist das Resultat harter Arbeit und einer unermüdlichen Einsatzbereitschaft, die sich in der Bewertung der arbeitsmarktpolitischen Zielerreichungen, der Servicequalität, der Effizienz der Vermittlung und der Kund:innenzufriedenheit widerspiegelt.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Bezirk Lienz betrug die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2025 nur 4,2 Prozent. Das ist wirklich bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass viele urbanen Regionen höhere Quoten aufweisen. Seit 2015 ist die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um beeindruckende 58,2 Prozent gesunken. Auch die unselbständige Beschäftigung hat mit einem Plus von 9,9 Prozent seit 2015 einen Aufschwung erlebt, trotz eines leichten Rückgangs der erwerbsfähigen Bevölkerung um rund 5 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren nur 63 Personen langzeitbeschäftigungslos, was 7 Prozent aller Arbeitslosen entspricht – ein Wert, der im Vergleich zu Innsbruck (18,1%), Tirol insgesamt (12,1%) und österreichweit (29,2%) äußerst positiv zu bewerten ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Prognosen der Statistik Austria lassen jedoch aufhorchen. Bis 2040 wird ein Rückgang der Erwerbsbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren um 9,2 Prozent erwartet. Besonders betroffen sind junge Frauen unter 25 Jahren – hier wird ein Rückgang von rund 9,4 Prozent prognostiziert. Barbara Grain, die Leiterin der AMS-Geschäftsstelle in Lienz, macht deutlich, wie wichtig es ist, Lösungen für den Personalbedarf der Betriebe zu finden und traditionelle Rollenbilder aufzubrechen. Das wird nicht nur für die aktuellen Herausforderungen, sondern auch für die Zukunft entscheidend sein.

Und während sich die Arbeitsmarktlage in Lienz durchaus positiv entwickelt hat, sieht die Situation österreichweit etwas anders aus. Das AMS veröffentlicht monatliche Daten zur Arbeitsmarktlage, und die Auswertungen zeigen, dass die Arbeitslosenzahlen seit April 2023 kontinuierlich ansteigen – wenn auch mit sinkenden Anstiegen. Im Mai 2026 waren 301.676 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet. Das sind 2.931 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die geschätzte Arbeitslosenquote lag bei 7,1 Prozent und damit um 0,8 Prozent höher als im Mai 2025. Besonders betroffen von diesen Entwicklungen sind Frauen, Menschen mit Behinderung und ältere Arbeitnehmer:innen.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit im Fokus

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Im Mai 2026 galten 102.788 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose – eine Zahl, die um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Der Anteil der Langzeitbeschäftigungslosen an allen Arbeitslosen beträgt jetzt 34 Prozent. Ein deutlicher Anstieg, der auch mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten zusammenhängt, die durch den Iran-Krieg und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen spürbar bleiben werden.

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Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt also angespannt, und während das AMS Lienz mit seinen herausragenden Leistungen glänzt, gibt es für den gesamten Arbeitsmarkt in Österreich noch viel zu tun. Die Herausforderungen sind groß, die Lösungen müssen kreativ und flexibel sein. Eines steht fest: Die Zukunft des Arbeitsmarktes wird von unseren Entscheidungen heute geprägt – und das AMS Lienz zeigt, wie man es richtig macht.

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