In der Südoststeiermark wird aktuell ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Mobilitätswende diskutiert. Die Grünen fordern ein starkes Bekenntnis zur Mobilitätswende und einen Ausbau erneuerbarer Energien, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Bei einem Pressegespräch in Feldbach warnten die beiden Grünen-Politiker Lambert Schönleitner und Marianne Müller-Triebl eindringlich vor den Risiken, die mit fossilen Energien verbunden sind. Ihr Ziel: Mehr Investitionen in nachhaltige Energien und regionale Mobilitätslösungen, wie etwa die Gleichenberger Bahn.
Die Notwendigkeit, die Energiepolitik wirtschaftlich neu zu gestalten, steht im Mittelpunkt der Diskussion. Schönleitner hebt hervor, dass Investitionen in Photovoltaik, E-Mobilität und den Erhalt der Gleichenberger Bahn die Steiermark krisenfester machen sollen. Schließlich ist Mobilität eine Grundvoraussetzung für Lebensqualität, besonders im ländlichen Raum. Dabei wird eine Kombination aus öffentlichem Verkehr und individueller Elektromobilität gefordert, um die „letzte Meile“ – die Verbindung von Wohnort zur nächsten Bahn- oder Busstation – effizient zu lösen.
Forderungen nach flächendeckendem Mikro-ÖV
Besonders im Fokus steht die Forderung nach einem flächendeckenden Mikro-ÖV in der Steiermark, der durch das Land finanziert werden soll. Ein Beispiel für ein solches Pilotprojekt ist regioMOBIL in der Südweststeiermark, das vielversprechende Ansätze bietet. Müller-Triebl hebt außerdem das Anruftaxi GASTI in Bad Gleichenberg hervor, welches jedoch von der Gemeinde finanziert werden muss. Zudem wird eine Preisbremse für das Klimaticket gefordert, um die Nutzung zu fördern und Schönleitner verlangt, dass dieses Ticket für mindestens drei Jahre nicht teurer wird.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die langfristige Sicherung der Gleichenberger Bahn, die in den Regelverkehr integriert werden soll. Müller-Triebl fordert zudem, den Güterverkehr und faire Preise für touristische Sonderfahrten zu berücksichtigen. Auch wenn es Verbesserungen bei Busverbindungen im Bezirk gibt, sind die Schwächen, besonders an Wochenenden, immer noch groß. Hier ist Handlungsbedarf gegeben, um die Mobilität in der Region weiter zu verbessern.
Der Weg zu weniger Emissionen
Die Notwendigkeit einer Mobilitätswende wird auch durch die bundesweiten Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen untermauert. Bis 2030 sollen die Emissionen des Verkehrssektors auf 85 Millionen Tonnen gesenkt werden, mit dem langfristigen Ziel, dass der Verkehrssektor bis 2045 klimaneutral ist. Aktuell liegen die THG-Emissionen des Verkehrssektors bei knapp 143 Millionen Tonnen, wobei der Verkehr rund 20% der CO2-Emissionen in Deutschland verursacht – hauptsächlich durch Pkw und Lkw.
Um diese Ziele zu erreichen, sind verschiedene Strategien erforderlich: weniger Verkehr zu erzeugen, auf klimafreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und die Verkehrsmittel umweltfreundlicher zu gestalten. Eine Erhöhung der Anteile des öffentlichen Verkehrs sowie der Fuß- und Radmobilität im Personenverkehr sind dabei zentrale Maßnahmen. Auch die Elektrifizierung der Verkehrsmittel, insbesondere durch batterieelektrische Fahrzeuge, spielt eine entscheidende Rolle. Die gesellschaftliche Einbindung, etwa durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, ist für den Erfolg dieser Mobilitätswende unerlässlich.
Die Grüne Initiative zur Förderung der Gleichenberger Bahn und des Mikro-ÖV in der Südoststeiermark ist somit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt zu hoffen, dass diese Forderungen Gehör finden und in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, um die Mobilität in der Region nachhaltig zu verbessern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.