Im Herzen der Südoststeiermark, wo Tradition und Handwerkskunst Hand in Hand gehen, fand der 3. „Markt der Korbflechter“ in der Stadthalle Ternitz statt. Ein Ort, an dem die Leidenschaft für das Korbflechten lebendig wird, und das nicht nur für die Korbflechter, die aus Gniebing, Stainz bei Straden und St. Stefan im Rosental angereist sind, sondern auch für die zahlreichen Besucher, die sich von der Kunst der Flechter verzaubern ließen. Bei strahlendem Wetter und guter Laune konnte man den Korbflechtern über die Schulter schauen und sogar selbst Hand anlegen – ein echter Spaß für Groß und Klein!

Die Südoststeiermark ist bekannt als Hüterin einer jahrtausendealten Flechtkunst. Seit 2013 zählt die Technik des Korbflechtens mit Weiden, Stroh und gespaltenem Holz zum immateriellen Kulturerbe in Österreich. Das macht die Region nicht nur stolz, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, solche Traditionen am Leben zu erhalten. Auf dem Markt gab es nicht nur eine breite Auswahl an Körben, sondern auch an kunstvollen Unikaten und Dekorationsobjekten. Es war einfach beeindruckend zu sehen, wie viel Kreativität und Geschick in jedem einzelnen Stück stecken!

Ein Fest der Gemeinschaft

Der Markt diente nicht nur dem Verkauf, sondern auch dem Austausch und der Vernetzung innerhalb der Korbflechter-Szene. Mehrere Hundert Besucher hatten die Möglichkeit, sich auszutauschen, Ideen zu sammeln und natürlich die Kunst des Korbflechtens aus erster Hand zu erleben. Das Feedback war durchweg positiv – viele waren begeistert von der Gastfreundschaft und der offenen Atmosphäre. Es war ein Fest, das die Herzen der Besucher erwärmte und die Gemeinschaft stärkte.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Tradition des Korbflechtens auch weiterhin lebendig bleibt. Im kommenden Jahr wird der „Markt der Korbflechter“ nach Oberösterreich wandern. Am 22. und 23. Mai 2027 wird er in Vorchdorf, nahe dem Traunsee, stattfinden. Ein Grund mehr, sich diesen Termin schon jetzt im Kalender zu markieren!

Die Kunst des Korbflechtens

Wusstet ihr, dass im südoststeirischen Vulkanland während der Wintermonate Korbmacher*innen und Interessierte zusammenkommen? Hier wird nicht nur geflochten, sondern auch Wissen über traditionelle Handwerkstechniken und die Materialproduktion vermittelt. Themen wie das Setzen von Korbweiden, die händische Ernte von Roggenstroh und die Bearbeitung der Weiden für das Flechten stehen auf der Agenda. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, in die Materie einzutauchen und das Handwerk zu verstehen – von der Ernte bis zur Fertigung. Die Weidenruten, die ab Mitte November geerntet werden, spielen dabei eine zentrale Rolle. Ab dann geht es los mit dem Flechten!

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Die Aktivitäten fördern ein starkes Gemeinschaftsgefühl und wecken ein öffentliches Bewusstsein für die Kunst des Korbflechtens. Durch die Erhöhung der Weidenbestände in der Region wird nicht nur das Landschaftsbild verschönert, sondern auch Lebensraum für viele Insekten, Vögel und andere Tiere geschaffen. Ein nachhaltiger Ansatz, der zeigt, dass Tradition und Naturschutz Hand in Hand gehen können.

Wer selbst aktiv werden möchte, hat von Jänner bis März die Möglichkeit, an Kursen und Flechtabenden teilzunehmen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur lehrreich, sondern auch eine tolle Gelegenheit, Gleichgesinnte zu treffen und gemeinsam kreativ zu sein. Also, wenn ihr Lust habt, selbst einmal den Flechtstuhl zu bedienen, schaut doch mal vorbei und meldet euch an!