Sommerpause mit neuen Herausforderungen: Steiermark geht entschlossen gegen Schulgewalt vor
In der Steiermark beginnt für über 129.400 Schüler endlich die wohlverdiente Sommerpause! Die Zeugnisse werden verteilt, und das Schuljahr 2025/26 verabschiedet sich mit einem letzten Schultag, der für viele sicher ein bisschen wie ein Feiertag anmutet. Bei all dem Jubel und der Vorfreude auf die freien Wochen gibt es jedoch auch ein paar ernsthafte Themen, die im kommenden Schuljahr auf uns zukommen.
Ein zentrales Anliegen ist die Gewalt an Schulen. Im vergangenen Schuljahr gab es mit 226 Suspendierungen einen traurigen Rekord in der Steiermark. Besonders betroffen sind dabei die Mittel- und Volksschulen in städtischen Regionen, was die Situation noch dringlicher macht. Um den betroffenen Schülern zu helfen, wird ab dem kommenden Schuljahr eine verpflichtende pädagogische Begleitung nach einer Suspendierung eingeführt. Und wenn Eltern nicht kooperieren, können die Behörden sogar Geldstrafen bis zu 800 Euro verhängen – das hat schon einen bitteren Beigeschmack.
Neue Maßnahmen für mehr Unterstützung
Um die Lage zu verbessern, wird die Unterstützung an Schulen ausgebaut. Insgesamt 17 neue Stellen in der Schulpsychologie sind geschaffen worden, und ab Herbst werden acht weitere Fachkräfte in der Schulsozialarbeit hinzukommen. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung, oder? Die Sommerschule wird außerdem für Schüler mit unzureichenden Deutschkenntnissen zur Pflicht. In diesem Jahr besuchen mehr als 7.600 Kinder die Sommerschule, davon sind rund 1.800 sogar verpflichtet, daran teilzunehmen. Hier wird erneut deutlich, wie wichtig die Sprachförderung ist.
Doch das sind nicht die einzigen Neuerungen, die wir erwarten können. Ab 2026 wird ein strukturiertes Wochenprogramm für suspendierte Schüler in ganz Österreich eingeführt. Das Programm sieht sowohl Unterricht als auch sozialpädagogische Betreuung vor – eine vielversprechende Maßnahme, um die Abläufe zu klären und die Eltern stärker einzubeziehen. Bei Verweigerung der Mitwirkung drohen sogar Verwaltungsstrafen zwischen 150 und 800 Euro. Ein klares Zeichen, dass hier ernsthafte Schritte unternommen werden sollen, um die Situation zu verbessern.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zahl der Suspendierungen hat sich seit 2018 fast verdreifacht. Das ist nicht nur alarmierend, sondern zeigt auch, wie dringend wir handeln müssen. Der Gesetzesentwurf, der vom Ministerrat beschlossen wurde, definiert nun, wann eine sofortige Suspendierung zulässig ist – etwa bei vorsätzlicher Gewalt oder Zerstörung von Schuleigentum. Die maximale Dauer einer Suspendierung bleibt bei vier Wochen, kann allerdings einmalig um zwei Wochen verlängert werden. Präventive Suspendierungen zum Schutz vor Gewalt oder Mobbing sind nicht vorgesehen. Ein bisschen paradox, oder? Aber es zeigt, dass wir uns weiterhin mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen müssen.
Es bleibt also spannend, was das kommende Schuljahr in der Steiermark bringen wird. Während die Schüler sich auf ihre Sommerferien freuen, stehen für die Verantwortlichen einige große Herausforderungen an. Es wird Zeit, dass wir zusammen anpacken, um die Schulen zu einem sicheren Ort für alle zu machen. Hoffen wir auf einen positiven Wandel!
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