Wind der Veränderung: Graz zeigt, wie Schulen die mentale Gesundheit von Jugendlichen fördern
Heute ist der 22.06.2026, und in Graz weht ein frischer Wind der Veränderung durch die Schullandschaft. Bei der diesjährigen Preisverleihung des Schulgesundheitspreises wurden zwei Projekte ausgezeichnet, die sich auf beeindruckende Weise mit der psychischen und sozialen Gesundheit von Jugendlichen auseinandersetzen – und das ist mehr als nur ein schöner Slogan. Hier dreht sich alles um die Herausforderungen, denen sich unsere jungen Leute in der heutigen Zeit stellen müssen.
Die HLW Schrödinger hat mit ihrem Projekt „Stark im Kopf, stark im Leben – Mental Health an Der Schrödinger“ die Jury überzeugt. Im Fokus steht die ganzheitliche Förderung der psychischen Gesundheit innerhalb der Schulgemeinschaft. Themen wie Stress, Resilienz und Selbstwirksamkeit werden nicht nur im Unterricht behandelt, sondern auch durch Workshops, Projekttage und Kooperationen mit externen Fachstellen lebendig gemacht. Besonders bemerkenswert ist die Einführung eines smartphonefreien Zeitraums – ein mutiger Schritt, um Konzentration und das soziale Miteinander zu fördern. Die Jury lobte die fächerübergreifende Verankerung der mentalen Gesundheit als zentralen Bestandteil der Schulentwicklung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Schule das Thema aufgreift und aktiv anpackt.
Peer Support als wertvolle Ergänzung
Das andere ausgezeichnete Projekt kommt von der BHAK Grazbachgasse und trägt den Titel „Sucht hat viele Gesichter – alte und neue Gefahren für die Jugend“. Hier hat die Klasse 1AK sich intensiv mit aktuellen Suchtgefahren auseinandergesetzt. Vapes, Nikotinbeutel und sogar das Doomscrolling in sozialen Medien – diese Themen sind nicht nur theoretisch, sondern betreffen die Jugendlichen direkt. Die Schüler:innen haben in Gruppen gearbeitet, Umfragen durchgeführt und Informationsmaterialien sowie Präventionsplakate erstellt. Der Peer-to-Peer-Ansatz ist ein echter Hit: Jugendliche, die Jugendliche informieren, funktioniert einfach. Die Jury hob hervor, dass das Projekt an der Lebensrealität der Schüler:innen ansetzt und ihre Eigenverantwortung stärkt. Hier wird wirklich auf Augenhöhe gearbeitet.
Ein interessantes Detail, das die Bedeutung solcher Projekte untermauert, ist die Forschung zu Peer Support. Laut einer Meta-Analyse im Fachjournal Psychological Medicine zeigt sich, dass Peer Support kleine, aber konsistente positive Effekte auf die persönliche und klinische Recovery hat – und das ohne Hierarchien. Menschen mit ähnlichen Erfahrungen unterstützen sich gegenseitig, was Isolation und Stigma reduziert. Diese Form der Unterstützung wirkt über psychosoziale Prozesse und fördert das subjektive Erleben von Stabilität und Lebensbewältigung. Man könnte sagen, es ist wie ein frischer Wind, der durch die Seele weht und dabei hilft, die Herausforderungen des Alltags besser zu meistern.
Ein Blick in die Zukunft
Die gesellschaftliche Relevanz solcher Projekte wird immer deutlicher, gerade angesichts der steigenden psychischen Belastungen und der langen Wartezeiten auf Therapien. Das Gesundheitssystem erkennt zunehmend, dass Peer Support ein wichtiger Baustein in der Versorgung ist. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese Ansätze weiterentwickeln und welche neuen Wege in der Unterstützung von Jugendlichen gefunden werden. Es ist klar, dass die Schulen in Graz nicht nur Orte des Lernens sind, sondern auch der persönlichen Entwicklung – und das ist einfach großartig!
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