Heute ist der 13.05.2026 und in Graz-Umgebung gibt es wieder einmal Neuigkeiten, die das urbane Verkehrsleben betreffen. Die Zahl der Unfälle mit Straßenbahnen bleibt konstant hoch, und das ist alles andere als erfreulich. Im Jahr 2025 wurden die Grazer Straßenbahnen sage und schreibe 290 Mal in Unfälle verwickelt. Dabei geschah das meist ohne eigene Schuld. Besonders alarmierend: In zehn Fällen mussten Fußgänger nach Zusammenstößen mit den Straßenbahnen ins Krankenhaus. So kommt man ins Grübeln, wie man sich besser verhalten kann, um solche Vorfälle zu vermeiden.
Um dem entgegenzuwirken, hat die Holding Graz eine neue Kampagne gestartet, die eine wichtige Frage aufwirft: Wer hat am Zebrastreifen Vorrang – die Straßenbahn oder die Fußgänger? Die klare Antwort lautet: Die Straßenbahn hat Vorrang! Das klingt vielleicht ein wenig hart, aber die Realität ist, dass Straßenbahnen lange Bremswege haben und nicht ausweichen können. Vor allem entlang der Conrad-von-Hötzendorf-Straße, am Jakominiplatz, Hauptplatz, Eggenberger Allee und Kaiser-Franz-Josef-Kai ereignen sich die meisten Unfälle. So wurde zum Beispiel eine 87-Jährige Ende April von einer Straßenbahn gestreift.
Wichtige Tipps für Fahrgäste
Die Kampagne ruft zudem dazu auf, „immer den Haltegriff zu benutzen“ – eine einfache, aber äußerst effektive Maßnahme zur Vermeidung von Stürzen in den Fahrzeugen. Denn Stürze sind die häufigste Verletzungsursache in öffentlichen Verkehrsmitteln! Ablenkungen im Straßenverkehr, etwa durch Handynutzung oder das Tragen von Kopfhörern, können ebenfalls gefährlich sein. Diese Botschaften werden nicht nur durch Plakate in der Stadt verbreitet, sondern auch über Medien und Infoscreens in den Fahrzeugen. Ein kleiner Schritt für die Stadt, ein großer Schritt für die Sicherheit.
Die Herausforderungen der Mobilität
Die Mobilität hat weitreichende Auswirkungen auf das Klima, die Umwelt und die Sicherheit. Das Ziel muss eine barrierefreie und vernetzte Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer sein. Dabei sind nicht nur die Straßenbahnen, sondern auch andere Verkehrsmittel gefragt. ADAC Verkehrsexperten präsentieren regelmäßig Standpunkte und Statistiken zu diesen Themen. Die Herausforderungen sind vielfältig: Baustellenmanagement, Klimaschutz und die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs stehen auf der Agenda. Besonders die Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ein wichtiger Punkt, um die Menschen in den Städten besser zu verbinden.
Und während wir uns mit diesen Themen auseinandersetzen, bleibt die Frage, wie wir die Sicherheit im Straßenverkehr weiter verbessern können. Verkehrssicherheit an Bahnübergängen, Transparenz in der Geschwindigkeitsüberwachung – all diese Aspekte sind Teil der Diskussion, die wir als Gesellschaft führen müssen. Letztlich geht es darum, dass wir alle sicher und entspannt von A nach B kommen – egal ob mit der Straßenbahn, dem Auto oder dem Fahrrad. Graz hat noch viel vor sich, und es bleibt spannend, wie sich die Mobilität in unserer Stadt entwickeln wird.