Heute ist der 24.04.2026 und die Bergbaustadt Banská Bystrica in der Slowakei wird zur Bühne für die beeindruckende Wanderausstellung „Rotes Gold – Entstanden aus Wasser und Feuer“. Diese spannende Schau, die am 22. April 2026 in der „Thurzo–Fugger Erlebnisausstellung“ eröffnet wurde, zieht zahlreiche Besucher an und lässt die faszinierende Geschichte des Kupfers lebendig werden. An der Eröffnung nahmen unter anderem Vertreter der österreichischen Botschaft in Bratislava sowie der Bürgermeister von Banská Bystrica, Ján Nosko, teil. Er hob hervor, wie wichtig Kupfer für die historische Erinnerung und Identität der Region ist.

Die Wanderausstellung, die bereits 2024 in Leogang und 2025 im Grünen Gewölbe in Dresden mit rund 80.000 Besuchern großen Anklang fand, ist nun an ihrer letzten Station angelangt. Kustos Andreas Herzog bezeichnete die Ausstellung als Beispiel europäischer Zusammenarbeit und betonte die identitätsstiftende Bedeutung der Leihobjekte. Im Mittelpunkt der Schau stehen montanhistorische Kostbarkeiten aus dem slowakischen Erzgebirge, insbesondere aus der Region Herrengrund (Špania Dolina). Eine herausragende Sammlung von rund 80 Gefäßen, die Dr. e.h. Achim Middelschulte und seiner Frau Beate gehören, zieht die Blicke auf sich. Middelschulte freute sich, dass diese bergbaulichen Kostbarkeiten nun auch im Herkunftsgebiet zugänglich sind.

Geschichte und Bedeutung der Bergbaustadt

Die Geschichte von Banská Bystrica, einst Neusohl genannt, ist eng mit der Bergbauindustrie verknüpft. Im 18. Jahrhundert träumten die Menschen im slowakischen Erzgebirge davon, Gold zu erzeugen, was zu einer intensiven Suche nach künstlicher Goldherstellung führte. Der Prozess, bei dem Kupfer aus kupferhaltigem Wasser am Eisen abgelagert wurde, führte zu Mythen rund um Kupfer. Die Fugger-Thurzo-Gesellschaft, die auch in der Region aktiv war, besaß mehrere Häuser am zentralen Marktplatz. Das Thurzohaus war das Mittlere Haus, während das Obere Haus, bekannt als Laugingerhaus, barock überbaut wurde und nach Veronika Lauginger benannt ist, die 1479 Ulrich Fugger heiratete.

Die Fugger übernahmen das Patronatsrecht von den Thurzo und trugen zur Wiederherstellung der Kirche des Elisabeth-Spitals bei, die 1524 nach einem Brand mit Geldern der Fugger gebaut wurde. Die Sgraffitofassaden in der Altstadt erinnern an den einstigen Reichtum der Stadt, und das Beniczkýhaus zeigt eine beeindruckende Renaissancefassadengestaltung. Relikte eines Hammerwerks im Vorort Kupferhammer bezeugen die Bedeutung der metallverarbeitenden Industrie, die von den Wasserkraftwerken des Bachs Bistritz abhängig war.

Ein europäisches Erbe

Die Wanderausstellung „Rotes Gold“ ist nicht nur eine Hommage an die Bergbaugeschichte, sondern auch ein Zeichen für die europäische Zusammenarbeit. Sie zeigt, wie wichtig der Austausch von Kultur und Geschichte für die Identität der Menschen in dieser Region ist. Die beeindruckenden Objekte aus dem slowakischen Erzgebirge erzählen Geschichten von vergangenem Handwerk und dem Streben nach Wohlstand. Diese Ausstellung bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Wurzeln der Region zu erkunden und die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart zu verstehen.

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In einer Zeit, in der das Bewusstsein für kulturelles Erbe und Identität immer wichtiger wird, ist die Ausstellung in Banská Bystrica ein leuchtendes Beispiel dafür, wie historische Schätze bewahrt und präsentiert werden können. Sie lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen und die Bedeutung von Kupfer für die Region neu zu entdecken.