Am 19. April 2026 fand das mit Spannung erwartete Eröffnungsranggeln in Niedernsill statt, das nach einer langen, fast sechsmonatigen Winterpause die Rangglergemeinschaft wieder zum Leben erweckte. In der Sporthalle der Volksschule Niedernsill versammelten sich 112 Schüler, 23 Jugendliche und 34 Allgemeinranggler, um ihre Kraft und Geschicklichkeit im traditionell geprägten Wettkampf unter Beweis zu stellen. Unter den Teilnehmern war auch ein neu gegründeter Rangglerverein aus Sarntal, Südtirol, der die Veranstaltung bereicherte.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 48 Podestplätze vergeben, wobei der Salzburger Rangglerverband sich stolze 35 Plätze sicherte. Dies zeigt einmal mehr die Dominanz der Pongauer Ranggler, die in den Jugend- und Allgemeinen Klassen besonders erfolgreich waren.

Die Sieger der Herzen

Die Klassensieger in den verschiedenen Altersgruppen waren schnell gefunden. Bei den Kleinsten bis 6 Jahre triumphierte Bruno Faistauer aus Saalbach, gefolgt von Mohammed Saeid aus Niedernsill, der in der Hoffnungsklasse ebenfalls den ersten Platz belegte. In der Altersgruppe bis 8 Jahre war Michael Hinterseer aus Leogang der Schnellste, während Simon Ronacher aus Mittersill in der Hoffnungsklasse die Nase vorn hatte. Erik Perfeller aus Piesendorf sicherte sich den Sieg bis 10 Jahre, während Josef Oberkofler aus Bramberg in der Hoffnungsklasse glänzte. Hansi Höllwart aus Pongau konnte die bis 14-Jährigen für sich entscheiden.

Die zweite und dritte Plätze waren ebenso hart umkämpft, mit bemerkenswerten Leistungen von Athleten wie Thomas Ronacher (Mittersill, bis 10 Jahre) und Maximilian Rieser (Piesendorf, bis 6 Jahre), die sich ebenso über ihre Auszeichnungen freuen durften.

Pongauer Dominanz im Wettkampf

Besonders hervorzuheben ist die Dominanz der Ranggler aus Pongau in den Jugend- und Allgemeinklassen. Fünf der sechs Sieger kommen aus dem Rangglerverein Pongau, darunter Tristan Laubichler (bis 16 Jahre) und Alex Hausbacher (bis 18 Jahre). In der Meisterklasse 1, der Königsklasse des Ranggelns, konnte Stefan Gastl aus Brixental/Wildschönau den Sieg davontragen.

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Die Wettkämpfe sind nicht nur ein Beweis für die sportliche Leistung, sondern auch ein wichtiger Teil der Tradition in Salzburg. Ranggeln hat sich von einem Brauchtumssport, der 1947 mit der Gründung des Salzburger Rangglerverbands in Zell am See begann, zu einem Spitzensport entwickelt. Aktuell gibt es im Bundesland Salzburg 14 aktive Rangglervereine, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen. Der HOGMOAR am Hundstein, der Saisonhöhepunkt, zieht jedes Jahr tausende Zuschauer in die Naturarena und zeigt die tiefe Verwurzelung dieses Sportes in der Region.

Ein Blick in die Zukunft

Futuristisch blickend, wird das nächste große Event, das Gauderfest im Zillertal, am 2. Mai 2026 stattfinden. Die gesamte Ranggelgemeinschaft darf sich darauf freuen, denn die Ergebnisse und Fotos der letzten Wettkämpfe sind bereits auf www.salzburger-rangglerverband.at verfügbar.

Ranggeln ist nicht nur ein Sport, sondern ein Stück gelebte Kultur, das tiefe Wurzeln in der heimischen Tradition hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung für diesen alten Brauch und Kampfsport, der 2010 ins „immaterielle Kulturerbe der UNESCO“ aufgenommen wurde, weiterhin blüht und kommende Generationen inspiriert.