Am 30. Mai steht eine wichtige Verkehrsänderung an, die Autofahrer in Österreich und darüber hinaus betreffen wird. Die Brenner-Autobahn, die eine der zentralen Nord-Süd-Verbindungen durch die Alpen darstellt und jährlich von rund 14 Millionen Fahrzeugen genutzt wird, wird zwischen 11 und 19 Uhr gesperrt. Der Grund? Eine Demonstration der Anwohner gegen die hohe Verkehrsbelastung, die Lärm und Stress verursacht. Angemeldet hat diese Protestaktion Karl Mühlsteiger, der Bürgermeister von Gries am Brenner. Und das wird wohl ein echtes Chaos auslösen!
Die Sperrung wird nicht nur die Autobahn selbst betreffen, sondern auch die Ausweichstrecken wie die Brennerstraße (B182) und die Ellbögener Straße (L38). Schätzungen zufolge könnten bis zu 32.000 Autofahrer betroffen sein. Das klingt nach einem echten Verkehrsnotstand. Die Tiroler Landesregierung empfiehlt daher, unnötige Autofahrten zu vermeiden und sich am besten schon am Freitagabend oder Samstagmorgen auf den Weg zu machen. Wer also plant, über die Brenner-Autobahn nach Italien zu reisen, sollte unbedingt seine Route überdenken.
Alternativen und Stauprognosen
Für all jene, die auf die Sperrung reagieren müssen, gibt es einige Alternativen. Der deutsche Automobilclub ADAC rät, die Gotthard- oder San-Bernardino-Routen zu nutzen. Allerdings sind auch diese Strecken nicht ohne Risiko, da auch dort mit Staus gerechnet werden muss. Das Bundesamt für Straßen (Astra) erwartet zwar keine signifikante Erhöhung der Verkehrslast auf der A2 oder A13, aber die Situation bleibt angespannt. Und sollte es zu Staus kommen, könnten bewährte Maßnahmen wie eine Senkung des Tempolimits in Betracht gezogen werden.
Eine weitere Herausforderung: Vor der Vollsperrung wird die Luegbrücke vom 4. bis 9. Mai nur einspurig befahrbar sein. Das lässt auf zusätzlichen Stress schließen, vor allem für Lkw-Fahrer, die zwischen 21 und 5 Uhr ein Fahrverbot haben. Die ganze Situation ist ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem die Teile nicht ganz passen wollen.
Die Situation in den Alpen
Wie sieht es eigentlich auf den anderen Alpenpässen aus? Einige sind derzeit aufgrund von Bauarbeiten oder Wintersperren nicht befahrbar. Der Gotthard-Pass hat beispielsweise aktuell Wintersperre, während andere Routen wie die Felbertauernstraße nur einspurig befahrbar sind. Die Verkehrsinfos zeigen, dass es in den Alpen immer wieder zu Einschränkungen kommen kann – eine ständige Herausforderung für Reisende und Anwohner gleichermaßen.
Es bleibt also spannend, wie sich die Verkehrslage rund um die Brenner-Autobahn entwickeln wird. Wer in den nächsten Wochen die Alpen überqueren möchte, sollte unbedingt die aktuellen Verkehrsinformationen im Auge behalten und sich auf mögliche Verzögerungen einstellen. Ehrlich gesagt, etwas Geduld kann nicht schaden – und vielleicht sogar eine gute Gelegenheit, die Landschaft etwas mehr zu genießen, während man im Stau steht!