Ein neuer Wind weht durch die kleine Gemeinde Steinbach an der Steyr. Christian Dörfel, der langjährige Bürgermeister, hat nach 24 Jahren seine Koffer gepackt – zumindest politisch gesehen. Anfang Juli tritt er zurück und übergibt das Zepter an seine Vizebürgermeisterin, Heidi Mitterhuber. Die Spannung steigt, denn sie wird sich am 2. Juli der Wahl im Gemeinderat stellen. Die Steinbacher Volkspartei hat sie einstimmig vorgeschlagen, und das ist kein Pappenstiel!
Dörfel selbst hat seinen Rückzug mit einem klaren Bekenntnis zum Generationenwechsel begründet. „Es ist Zeit für frischen Wind“, könnte man sagen. Doch ganz aus dem politischen Leben zieht er sich nicht zurück. Er bleibt als Bezirksparteiobmann von Kirchdorf und als oberösterreichischer Landesrat für Soziales, Integration und Jugend aktiv. Das Engagement hört also nicht auf – ganz im Gegenteil!
Heidi Mitterhuber: Eine erfahrene Hand
Heidi Mitterhuber bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik mit. Seit 2003 ist sie Mitglied im Gemeinderat, seit 2008 im Gemeindevorstand und seit 2009 leitet sie den Ausschuss für Familie und Gesundheit. Wer sie kennt, weiß, dass sie sich mit vollem Herzen für die Gemeinde einsetzt. Seit 2005 führt sie zudem den Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“. Da fragt man sich: Was könnte da noch schiefgehen?
Mit einem klaren Fokus auf sozialen Zusammenhalt und Lebensqualität will Mitterhuber die Gemeinde weiter voranbringen. Ihre Demut vor der neuen Aufgabe ist spürbar. Sie hofft auf breite Zustimmung im Gemeinderat, auch von anderen Parteien. Das zeigt, dass sie bereit ist, Brücken zu bauen und nicht nur auf die eigene Partei zu setzen. Ein kluger Schachzug, der ankommt!
Die Wahl und die neuen Herausforderungen
Die Sitzung, in der Mitterhuber gewählt werden soll, verspricht spannend zu werden. Auch das Amt des Vizebürgermeisters wird neu besetzt. Hier kandidiert Jürgen Höllhuber, ein 39-jähriger Landwirt aus dem Rodatal. Diese frischen Gesichter bringen sicherlich neue Perspektiven und Ideen mit sich. In Steinbach gibt es insgesamt 19 Mandate im Gemeinderat, wobei die ÖVP mit 13 Mandaten die stärkste Fraktion stellt. Die SPÖ folgt mit 4 und die FPÖ mit 2 Mandaten. Ein bunter Mix, der die politische Landschaft belebt!
Inmitten dieser Umwälzungen ist auch ein Thema unabdingbar: die Gleichstellung der Geschlechter in der Politik. In Österreich gibt es nur 31 Gemeinden, in denen der Frauenanteil im Gemeinderat mindestens 50% beträgt. Das ist wenig, oder? In vielen Orten sind Frauen gar nicht vertreten. Mitterhubers Aufstieg könnte hier ein Zeichen setzen und mehr Frauen ermutigen, sich politisch zu engagieren. Die bevorstehenden Wahlen bieten eine goldene Gelegenheit, um mehr Frauen in diese wichtigen Ämter zu bringen und die Kommunalpolitik gerechter zu gestalten.
Das politische Geschehen in Steinbach an der Steyr bleibt also spannend. Die Zeichen stehen gut, dass unter der neuen Führung von Heidi Mitterhuber frischer Wind weht und die Gemeinde weiterhin auf einem positiven Kurs bleibt. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!