In Wiener Neustadt tut sich was! Ab dem 6. Juli 2023 haben die Fortsetzungsarbeiten in der Giltschwertgasse und der Wohlfahrtgasse begonnen. Das klingt erst einmal nach einer Routineangelegenheit, aber die Veränderungen könnten tatsächlich einen frischen Wind in die Straßen bringen. In der Giltschwertgasse hat man schon einen Teil des Straßenraums neugestaltet – und das mit dem Ziel, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen. Man wird ja wohl nicht übersehen wollen, während man gemütlich über die Straße schlendert, oder?

Was genau geplant ist? Zunächst mal wird die Fahrbahn im Bereich „Viertel Grün“ verengt, um den Verkehr etwas zu entschleunigen. Außerdem sind neue Grünflächen und Querungshilfen geplant, die nicht nur schön aussehen, sondern auch nützlich sind. Die Neugestaltung erstreckt sich von der Altabachgasse bis zur Grazer Straße und soll bis zum 4. September 2023 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf etwa 375.000 Euro. Damit wird ein Teil des Geldes in die Schaffung von begrünten Versickerungsmulden, die Sicherung des Baumbestandes und die Errichtung einer neuen Querungshilfe für Fußgänger investiert. Und auch die Radfahrer sollen nicht zu kurz kommen: Die Radverkehrsroute wird attraktiver gestaltet, es gibt eine klare Fahrbahnstrukturierung durch Grünflächen, und 24 Parkplätze werden auch geschaffen. Also, ein echtes Rundum-Paket!

Radfahrer nicht vergessen!

Doch, und das ist ein kleiner Wermutstropfen, in der Presseaussendung wurden die Radfahrenden nicht erwähnt. In der Giltschwertgasse wird das kleine Radwegstück als kontraproduktiv angesehen. Man sagt, dass der Radweg nach der Kreuzung „Anton Bruckner-Gasse“ besser in die Kfz-Fahrbahn einmünden sollte. Ein Vorschlag, der vielleicht einige Diskussionen anstoßen könnte. Denn die Radfahrer haben ja schließlich auch ihre Bedürfnisse. Der westliche Teil der Giltschwertgasse ist sogar Teil des überregionalen Fischabach-Radwegs – da sollte man schon darauf achten, dass alles gut durchdacht ist. Verbesserungsbedarf gibt es auch in den Übergängen zur Johann Strauß-Gasse und Richard-Wagner-Gasse, wo es an einem durchgehenden markierten Radweg mangelt. Ganz schön viele Baustellen, die man noch angehen könnte!

In der Wohlfahrtgasse wird 2024 der erste Straßenabschnitt von der Schmuckerau bis zur Obstgasse umgestaltet. Hier stehen bis zum 14. August 2023 einige interessante Maßnahmen auf dem Plan. Unter anderem soll die Radroute von der Fischauergasse bis zur Anschlussstelle Fischabachgasse attraktiver gestaltet werden. Ein Radweg in beide Richtungen, der auf Gehsteigniveau angehoben wird, klingt doch schon einmal vielversprechend! Außerdem wird eine Kaphaltestelle für den Linienbusverkehr mit Buswartehäuschen eingerichtet. Die bestehenden Parkplätze bleiben erhalten, und es kommen drei neue Stellmöglichkeiten hinzu. Das Ganze soll etwa 200.000 Euro kosten.

Die Zukunft des Radverkehrs

Die Entwicklungen in Wiener Neustadt stehen im Kontext eines breiteren Trends zur Verbesserung des Radverkehrs in städtischen Gebieten. Man könnte sagen, die Stadt ist auf einem guten Weg! Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) bietet sogar Vertiefungsseminare zum Ausbau des Radverkehrs an, die sich an Kommunen und Fachkräfte richten. Hier wird strategische Planung und die Umsetzung von Radverkehrsnetzen thematisiert. Und wer weiß, vielleicht fließen die Erkenntnisse aus diesen Seminaren auch in die Planungen in Wiener Neustadt mit ein.

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Die digitale Seminarreihe „Grundlagen des Verkehrsrechts in der Radverkehrsplanung“ umfasst fünf Vormittage und behandelt wichtige Themen wie verkehrsrechtliche Anordnungen und aktuelle Entwicklungen. Das sind spannende Informationen, die vielleicht auch in die künftige Planung der Radwege in unserer Stadt einfließen könnten. Wenn sich die Kommunen und die Verantwortlichen weiterbilden und neue Ideen umsetzen, können wir uns auf eine radfreundlichere Stadt freuen.

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