Am 24. Juni fand in Waidhofen an der Thaya eine bedeutende Gemeinderatssitzung statt, die einige wichtige Beschlüsse mit sich brachte. Unter anderem wurde ein Nachtragsvoranschlag für das Jahr 2026 beschlossen, der sich nicht nur um die Finanzen dreht, sondern auch um die Sicherheit der Bürger. Ein zentraler Punkt war die Einführung einer 50 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Thayaparkstraße. Dieser Schritt wurde nötig, um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu gewährleisten – ein Anliegen, das sowohl Bürgermeister Josef Ramharter von der ÖVP als auch Gemeinderat Franz Pfabigan von der SPÖ vehement unterstützen.

Die Diskussion rund um das Tempolimit zeigt, wie wichtig es ist, die Frequenz an gekennzeichneten Übergängen zu betrachten. Ramharter wies darauf hin, dass die Frequenz für den Übergang zu niedrig sei. Um dem Problem auf den Grund zu gehen, wird eine Begehung mit der Bezirkshauptmannschaft geplant. Diese Maßnahme ist Teil einer größeren Initiative, die auch von den Änderungen im Straßenverkehrsgesetz beeinflusst wird, welches den Kommunen künftig mehr Spielraum für die Anordnung von Tempo-30-Zonen gibt.

Neubau des Feuerwehrhauses und Vereinsförderungen

Ein weiterer Beschluss, der in der Sitzung gefasst wurde, betrifft die Beteiligung der Stadtgemeinde an den Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Matzles. Mit 6.000 Euro wird ein Teil der Planungskosten unterstützt, während für den Bau insgesamt 850.000 Euro im Finanzierungsplan für 2027/28 vorgesehen sind. Das bestehende Feuerwehrgebäude ist über 100 Jahre alt und entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen – eine Modernisierung ist also längst überfällig.

Doch nicht nur die Feuerwehr steht im Fokus der Gemeinderatsbeschlüsse. Auch die Vereinsförderungen wurden aufgestockt. Der SV Waidhofen erhält beispielsweise 15.000 Euro, während der Tischtennisverein und der Tennisclub jeweils 2.000 Euro und 1.500 Euro bekommen. Das Blasorchester wird mit 2.300 Euro unterstützt, und das Fest der Kulturen kann sich über 400 Euro freuen. Zudem fließen 7.100 Euro in die Unterstützung der Waldviertler Jobmesse 2026 und 8.000 Euro für eine neue LED-Flutlichtanlage im Birkenstadion, die insgesamt 20.000 Euro kosten soll. Hier startet der SV Waidhofen eine Bausteinaktion – eine spannende Initiative!

Digitale Neuerungen und Unterstützung für die Jugend

Ein weiterer Schritt in die digitale Zukunft wird mit der Errichtung einer dritten digitalen „Citybox“ gemacht. Diese neuen Werbeflächen sind für stadtansässige Vereine und wohltätige Organisationen kostenlos nutzbar – eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren! Außerdem wurde eine Hausordnung für die Jugendberatungsstelle erlassen, die nun auch für externe Veranstalter vermietet werden kann. Hier zeigt sich, dass Waidhofen ein offenes Ohr für die Bedürfnisse seiner Bürger hat.

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Die jüngsten Entwicklungen im Straßenverkehrsrecht machen es Kommunen künftig einfacher, Tempo-30-Zonen auszuweisen. Dies könnte auch in Waidhofen an der Thaya eine Rolle spielen. Das novellierte Straßenverkehrsgesetz, das vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, ermöglicht eine flexiblere Anordnung für Fußgängerüberwege und Schulwege. Mehr Spielräume für Radwege und Busspuren sind ebenfalls Teil dieser Reform. Ein flächendeckendes Tempo-30 innerorts bleibt zwar vom Tisch, aber die Richtgeschwindigkeit von 50 km/h wird auf den Prüfstand gestellt.

Die Diskussion rund um Tempolimits in Städten ist nicht neu. In Deutschland wurde 1957 eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts eingeführt. Doch die Erfahrungen zeigen, dass auf vielen Straßen diese Regelung nicht stadtverträglich ist. Zu viele Unfälle, Lärm und Luftverschmutzung sind die Folge. Daher fordern Bürger*innen immer lauter, Tempo 30 auch an innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen einzuführen. Studien belegen, dass Tempo 30 nicht nur die Lärmbelastung reduziert, sondern auch die Luftqualität verbessert. In Waidhofen könnte die neue Regelung also nicht nur Sicherheit bringen, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner steigern.

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