Am 16. April fand in der Gebietsvinothek Weritas in Kirchberg am Wagram der spannende Tourismusdialog statt. Unter dem Motto „Sind wir bereit für die Chancen von morgen?“ begrüßte Bürgermeister Franz Aigner zahlreiche Partner aus den Bereichen Gastronomie, Ausflugsziele und Weinwirtschaft. Der internationale Tourismusexperte Florian Größwang war eingeladen, um über die bedeutenden Veränderungen im Tourismus zu sprechen.
Die Herausforderungen, die die Branche bewältigen muss, sind vielfältig und betreffen uns alle: Digitalisierung, Klimawandel, saisonale Verschiebungen und ein verändertes Reiseverhalten sind nur einige der Themen, die Größwang ansprach. Besonders interessant war seine Einsicht in die Rolle von Künstlicher Intelligenz und datenbasierter Kommunikation, die immer wichtiger wird. In Städten wie Wien besitzt bereits rund die Hälfte der Bevölkerung kein eigenes Auto. Das zeigt, wie sehr die öffentliche Anreise an Bedeutung gewinnt und wie entscheidend Lösungen für die „letzte Meile“ sind.
Chancen für die Region Wagram
Größwang identifizierte die digitale Transformation, Ökologisierung und kulturellen Wandel als maßgebliche Treiber, die auch für die Region Wagram zahlreiche Chancen bieten. Das neue Online-Portal www.regionwagram.at bündelt die bisherigen Plattformen und ermöglicht einen konsistenten Markenauftritt mit klarer Nutzerführung. Hier finden Interessierte authentische Erlebnisse, die Wein, Kulinarik, Natur und Kultur vereinen. Zudem sorgt ein KI-optimierter Chatbot, der als „KI-Guide“ fungiert, für eine personalisierte Ansprache der Besucher.
Die Veranstaltung stellte nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen für die Region Wagram heraus. Themen wie nachhaltige Mobilität, die Ansprache neuer Zielgruppen und die Sichtbarmachung regionaler Stärken werden zunehmend in den Fokus gerückt. Der Verein „Tourismus & Regionalentwicklung Region Wagram“, ein Zusammenschluss von acht Wagram-Gemeinden und der Gartenstadt Tulln, hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige, regionsgerechte und ganzheitliche Entwicklung der Region voranzutreiben.
Nachhaltige Wertschöpfung und Ressourcenschonung
Die Wertschöpfung in der Region beruht auf der Verstärkung von Versorgung und Absatz auf kurzem Weg. Ein wichtiges Ziel ist die treibhausgasreduzierende Ausrichtung von Betrieben und Institutionen. Die Produktionen orientieren sich an einer regionalen Kreislaufwirtschaft, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt. Die Sensibilisierung der Betriebe für Ressourcenschonung und CO2-Bilanzen wird ebenfalls gefördert.
Ein weiterer Aspekt ist die Minderung bestehender Pendelwege durch die Bekanntmachung regionaler Jobs und die Förderung nachhaltiger Mobilität. So soll nicht nur die regionale Wertschöpfung erhöht, sondern auch die landwirtschaftliche Wertschöpfung durch gestiegenen Absatz regionaler Produkte gefördert werden. All diese Aktivitäten tragen zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Tourismus und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region Wagram bei.
Der Tourismusdialog hat gezeigt, dass die Region Wagram auf dem richtigen Weg ist. Mit klaren Zielen und innovativen Ansätzen kann sie die Herausforderungen der Zukunft meistern und zugleich die regionalen Stärken sichtbar machen. Wenn das keine vielversprechende Aussicht ist!