In Grafenwörth hat sich kürzlich ein spannendes Ereignis abgespielt – 182 LFI-Zertifikate wurden an Absolventen aus ganz Niederösterreich vergeben. Ein schöner Grund zur Freude für die frisch gebackenen Absolventen, von denen sechs aus dem Bezirk Horn stammen. Diese engagierten Teilnehmer haben sich durch eine praxisnahe Ausbildung in insgesamt 18 Zertifikatslehrgängen gekämpft, die im vergangenen Jahr angeboten wurden. Man könnte sagen, Bildung ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung, nicht nur für die einzelnen Personen, sondern auch für den ländlichen Raum insgesamt.
Die Veranstaltung selbst war nicht nur eine feierliche Zeremonie, sondern auch eine eindringliche Erinnerung an die Bedeutung von Bildung für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Menschen, die in diesen Bereichen tätig sind. Andreas Ehrenbrandtner, der Obmann des Ländlichen Fortbildungsinstituts Niederösterreich (LFI NÖ), hob die hohe Nachfrage nach praxisorientierten Bildungsangeboten hervor. Im Jahr 2025 wurden rund 1.470 Bildungsveranstaltungen organisiert, die sich mit Themen wie Handwerk, Digitalisierung, Green Care und natürlich dem beliebten Urlaub am Bauernhof beschäftigten. Das zeigt, dass die Landwirtschaft in Niederösterreich nicht nur eine Tradition ist, sondern auch in der modernen Welt ankommt.
Einheitliche Standards für alle
Die LFI-Zertifikatslehrgänge sind österreichweit einheitlich geregelt und anerkannt. Sie umfassen mindestens 80 Unterrichtseinheiten sowie eine Abschlussarbeit oder Prüfung. Diese Lehrgänge richten sich nicht nur an Bäuerinnen und Bauern, sondern auch an all jene, die sich für Themen wie Natur, Ernährung oder Pädagogik interessieren. Es ist einfach eine tolle Möglichkeit, sein Wissen zu erweitern und gleichzeitig die eigene berufliche Perspektive zu verbessern.
Ein besonderer Erfolg war der Lehrgang „Landjugend Basistrainer“, der am Standort Mold von 11 Absolventen erfolgreich abgeschlossen wurde. Solche Angebote zeigen, wie wichtig es ist, die nächste Generation auf die Herausforderungen der Landwirtschaft vorzubereiten. Bildung ist schließlich kein Stillstand, sondern ein fortlaufender Prozess.
Das LFI als Bildungsanbieter
Das Ländliche Fortbildungsinstitut ist nicht nur eine Institution, sondern die größte Erwachsenenbildungseinrichtung im ländlichen Raum Österreichs. Jedes Jahr werden 14.000 Kurse angeboten, die mehr als 300.000 Teilnahmen verzeichnen. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die persönliche Entwicklung gefördert. Die Schwerpunkte liegen auf fachlicher Qualifikation und Persönlichkeitsbildung – Aspekte, die für die heutigen Herausforderungen in der Landwirtschaft unerlässlich sind.
Seit seiner Gründung 1972 als gemeinnütziger Verein hat das LFI viel erreicht. Es wird von Landwirtschaftskammern und anderen Organisationen gefördert, und das Ziel ist klar: die Weiterbildung im ländlichen Raum voranzutreiben. Die angebotenen Lehrgänge sind vielfältig – von Tier- und Pflanzenproduktion über Unternehmensführung bis hin zu Gesundheit und Ernährung. Das LFI hat sich zudem nach ISO 9001/2008 qualitätszertifizieren lassen, was für eine hohe Ausbildungsqualität spricht.
Ob es nun um innovative Bildungsprojekte geht oder um spezielle Lehrgänge wie Stallprofi, Bodenpraktiker oder Klauenpfleger – das LFI bleibt nicht stehen. Die Landschaft der Bildung verändert sich ständig, und das LFI passt sich diesen Veränderungen an, um den Bedürfnissen der Menschen im ländlichen Raum gerecht zu werden. Es bleibt spannend, wie sich die Bildung im ländlichen Raum weiterentwickeln wird.