Es ist ein schöner Tag in Horn, und die Nachrichten aus Sigmundsherberg bringen frischen Wind in die lokale Klimadebatte. Die Marktgemeinde wurde jüngst beim European Energy Award in Salzburg als Klimaschutz-Vorreiter ausgezeichnet. Was für ein Titel! Sigmundsherberg gehört jetzt zu den Energie-Vorzeigegemeinden Europas. Das ist kein kleiner Fisch im großen Ozean der Klimaschutzprojekte. Insgesamt erhielten 15 Gemeinden aus Niederösterreich diese Auszeichnung, und das ist schon mal ein Grund zum Feiern.

Aktuell gibt es in Niederösterreich 67 e5-Gemeinden, und in Summe wurden 221 „e“ erreicht. Die Bewertungskriterien sind dabei ganz klar: Fortschritte bei erneuerbaren Energien, nachhaltiger Infrastruktur, Verkehrsmaßnahmen und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Sigmundsherberg hat in diesen Bereichen fleißig Projekte umgesetzt, die nun europaweit Anerkennung finden. Ein elektrischer 9-Sitzer-Bus für den Kindergartenbetrieb wurde 2021 angeschafft. Und dann gibt es da noch die beachtliche Solaranlage von 180 Quadratmetern beim Freibad. Nahezu alle öffentlichen Gebäude tragen mittlerweile Photovoltaikanlagen auf dem Dach – das ist doch mal ein Blickfang!

Engagement für die Umwelt

Die Gemeinde hat sich nicht nur auf ihre eigenen Projekte konzentriert. Vier Bildungseinrichtungen traten dem Klimabündnis Niederösterreich bei. Hier wird die zukünftige Generation aktiv in den Klimaschutz einbezogen. Die Bürger wurden zudem aktiv an der Erstellung des Gemeindeleitbildes beteiligt. Das ist ein echter Gemeinschaftsgeist, der in Sigmundsherberg herrscht!

Und die Zukunft? Die sieht vielversprechend aus. Der Neubau des Gemeindezentrums in den Jahren 2025 und 2026 wird mit einer Umstellung der Wärmeversorgung von Gas auf Pellets glänzen. Außerdem geht das erste Klimaschutz-Ausbildungszentrum Europas für technische Berufe in Sigmundsherberg in Vollbetrieb. Hier werden Fachkräfte in den Bereichen Photovoltaik, Elektrotechnik und Klimatechnik ausgebildet. Ziel ist klar: Spezialisten für die Energiewende ausbilden und regionale Zukunftsperspektiven schaffen.

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Die Bemühungen in Sigmundsherberg sind nicht nur lokal von Bedeutung. Auf einer größeren Ebene verfolgen die Regierungen in Österreich und Deutschland ähnliche Ziele. Das Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung hat das ehrgeizige Ziel, Treibhausneutralität bis 2045 zu erreichen. Hier wird ein Expertenrat für Klimafragen die Maßnahmen begutachten, bevor sie in die Umsetzung gehen. Der geplante Ausbau von Windstrom an Land und die Reduzierung des Erdgas- und Kohleverbrauchs bis 2030 sind nur einige der großen Schritte, die in den nächsten Jahren anstehen.

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Insgesamt stehen die Zeichen auf Wandel. Der Fokus liegt nicht nur auf der Förderung von Elektro-Pkw, sondern auch auf der Verbesserung der Infrastruktur, um den Umstieg auf nachhaltige Energiequellen zu erleichtern. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Chance, aktiv an dieser Entwicklung teilzuhaben, sei es durch die Teilnahme an lokalen Projekten oder durch die Unterstützung der Initiativen, die in ihren Gemeinden wie in Sigmundsherberg ins Leben gerufen werden.

Es bleibt spannend, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Sigmundsherberg ist auf einem guten Weg und zeigt, dass es durchaus möglich ist, gemeinsam für eine grünere Zukunft zu kämpfen. Und wer weiß, vielleicht wird der kleine Ort bald ein Vorbild für viele andere Gemeinden in Österreich und darüber hinaus. Ein Hoch auf die Energie-Vorzeigegemeinde!