Heute ist der 8.06.2026 und in Gmünd brodelt es gewaltig! Die Stadtgemeinde steht vor einer wegweisenden Entscheidung, die die Gesundheitsversorgung in der Region betreffen könnte. Am 28. Juni 2026 wird eine Volksbefragung stattfinden, die sich mit einer sehr wichtigen Frage beschäftigt: Soll die Stadt klagen, um die Standortgarantie für das Landesklinikum, die bereits im Übernahmevertrag vom 30. November 2004 festgehalten ist, durchzusetzen? Die Bürgerinnen und Bürger von Gmünd dürfen bald ihre Stimme abgeben und damit einen bedeutenden Einfluss auf die Zukunft des Krankenhauses nehmen.
Der Gemeinderat hat am 11. Mai einen Initiativantrag des Vereins LKGmündbleibt angenommen, der die Klage anstrebt. Spannend wird es, wenn man die Meinungen der Experten betrachtet. Rechtsanwalt Christian Kuhn, der vom Gemeinderat beauftragt wurde, sieht für die Klage keine großen Erfolgsaussichten und warnt vor hohen Kosten. Dagegen steht das Gutachten von Rechtsanwalt Lorenz Riegler, der im Auftrag von LKGmündbleibt die Durchsetzung der Standortgarantie als erfolgversprechend einschätzt. Diese unterschiedlichen Bewertungen zeigen, wie gespalten die Meinungen in Gmünd sind. Die einen sehen die Klage als Chance, während andere sie eher als Risiko betrachten.
Ein wichtiger demokratischer Schritt
Für LKGmündbleibt ist die Volksbefragung ein essenzieller demokratischer Schritt, um die Bürger in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Die Gruppe kritisiert jedoch auch die Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, die sich ihrer Meinung nach nicht genug für die Belange des Krankenhauses eingesetzt hat. Rosenmayer selbst weicht den Vorwürfen aus und betont ihr Engagement für die Gesundheitsversorgung in Gmünd. Sie hebt hervor, dass die Stadtgemeinde alle gesetzlichen Vorgaben für die Volksbefragung eingehalten hat.
Das Thema ist nicht nur für die Politik, sondern auch für die Bevölkerung von großer Bedeutung. Schließlich geht es hier um die Gesundheitsversorgung und die Zukunft eines wichtigen Standortes. Auch wenn die Einladung zur Erläuterung des Verfahrens der Volksbefragung offenbar nicht wahrgenommen wurde, bleibt die Hoffnung, dass die Bürger gut informiert an die Urnen gehen und eine fundierte Entscheidung treffen können.
Die Wogen gehen hoch
In Gesprächen mit Anwohnern wird schnell klar: Die Meinungen sind geteilt. Einige sind fest davon überzeugt, dass eine Klage notwendig ist, um die Standortgarantie durchzusetzen. Andere hingegen äußern Bedenken hinsichtlich der Kosten und der Erfolgsaussichten. Diese Diskussionen zeigen, wie emotional das Thema für viele Gmünder ist. Man spürt förmlich die Nervosität in der Luft – die Unsicherheit, was die Zukunft bringen wird, lastet auf den Schultern vieler. Und das ist verständlich, denn am Ende geht es um viel mehr als nur um ein Gebäude. Es geht um die Gesundheitsversorgung, um die Menschen in der Stadt.
Die Volksbefragung wird am 28. Juni 2026 letztendlich Klarheit bringen. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die Gemüter weiter erhitzen und ob sich vielleicht noch neue Argumente oder Einsichten ergeben. Eines ist sicher: Die Entscheidung wird weitreichende Folgen haben, und die Gmünder werden sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen.