St. Veit an der Glan wird vom 2. bis 10. Mai zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses: Der Mitropa Cup feiert sein 50-jähriges Jubiläum und kehrt nach zehnjähriger Abwesenheit wieder nach Österreich zurück. Im Kunsthotel Fuchspalast, einem architektonischen Meisterwerk des Prof. Ernst Fuchs, wird die europäische Schachwelt zu Gast sein. Der SV ASKÖ St. Veit, unter der Leitung von Obmann Fritz Knapp, hat die Ehre, diesen prestigeträchtigen Teambewerb auszurichten.
Der Mitropa Cup, der 1976 ins Leben gerufen wurde und dessen Ursprung in einer Idee aus dem Fußball liegt, wird in einem offenen sowie einem Frauenbewerb ausgetragen. Jede Mannschaft besteht aus vier Spielern, einer Reserve und einem Kapitän. Rund 120 Aktive und Betreuer aus zehn teilnehmenden Nationen, darunter Österreich, Kroatien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien, Schweiz und zum ersten Mal das Frauenteam aus der Ukraine, werden erwartet.
Ein Schachfest der Extraklasse
Das Turnier wird aus neun Runden bestehen, wobei jeder gegen jeden spielt. Die täglichen Spielzeiten beginnen um 14 Uhr, nur am 10. Mai, dem letzten Tag des Turniers, wird die Schlussrunde bereits um 10 Uhr angepfiffen. Das Finale und die Siegerehrung finden am selben Tag statt, und man darf auf spannende Duelle und packende Wettkämpfe gespannt sein.
Die Gründung des Mitropa Cups geht auf Kurt Jungwirth und Gertrude Wagner zurück, die vor 50 Jahren diesen Mannschaftswettbewerb ins Leben riefen. Jungwirth, ein bedeutender steirischer Politiker und Präsident des Österreichischen Schachverbands für 46 Jahre, war ein prägender Einfluss in der österreichischen Schachszene und verstarb 2025. Der Wettbewerb wird in seinem Gedenken ausgerichtet, was dem Turnier eine besondere Note verleiht.
Die Geschichte des Mitropa Cups
Der Mitropa Cup, der seit 2022 von der Mitropa Cup Association organisiert wird, hat eine bewegte Geschichte. Er wurde erstmals 1976 ausgetragen und hat sich seitdem ständig weiterentwickelt. In den Anfangsjahren nahmen Teams aus Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz teil. Heute sind auch Nationen wie Ungarn, Tschechien und die Slowakei vertreten. Jede Mannschaft, die am Wettbewerb teilnimmt, besteht aus talentierten Nachwuchsspielern, was den Mitropa Cup zu einer wichtigen Plattform für aufstrebende Schachspieler macht.
Das Damen-Event, das seit 2002 Teil des Wettbewerbs ist, wird zeitgleich mit dem offenen Turnier ausgetragen und hat sich seit seiner ersten Austragung 2005 stetig weiterentwickelt. Es zeigt die zunehmende Bedeutung und Integration von Frauen im Schach. Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Turniers ist die Tatsache, dass bei Verzicht einzelner Länder oft zusätzliche Mannschaften des Gastgebers an den Start gehen, um die Wettbewerbsvielfalt zu gewährleisten.
Mit dem Blick auf die Zukunft wird der Mitropa Cup auch 2026 wieder in St. Veit an der Glan stattfinden. Bis dahin dürfen wir uns auf ein spannendes Schachfest im Mai freuen, das sowohl Tradition als auch die Zukunft des Schachs feiert.