In einem bemerkenswerten Schritt hat die Freiwillige Feuerwehr Hörzendorf/Projern seit April dieses Jahres eine Einsatzdrohne im Dienst, die den Einsatzkräften aus der Luft wertvolle Unterstützung bietet. In einer Zeit, in der innovative Technologien zunehmend in den Alltag von Feuerwehren Einzug halten, ist die Drohne ein echter Gamechanger. Sechzehn Mitglieder der Feuerwehr haben bereits den Drohnenführerschein absolviert, um die Möglichkeiten dieser neuen Technik voll auszuschöpfen.
Die Drohne ist nicht nur ein technisches Spielzeug, sondern ein ernstzunehmendes Hilfsmittel. Bei Personensuchen, Bränden, Chemieeinsätzen und Verkehrsunfällen kommt sie zum Einsatz und sorgt für einen umfassenden Überblick aus der Luft. Ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, einer Weitwinkel- und einer Zoomkamera, kann sie bis zu 45 Minuten in der Luft bleiben. Die Anschaffungs- und Ausbildungskosten lagen im unteren fünfstelligen Bereich und wurden aus der Kameradschaftskasse finanziert.
Die Drohne im Einsatz
Die Feuerwehr Hörzendorf/Projern fungiert nun als Drohnenstützpunkt des Bezirks St. Veit an der Glan. Dies bedeutet nicht nur einen Fortschritt für die eigene Einheit, sondern auch für die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen. Nach den Empfehlungen des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) zur Nutzung von Drohnen, die kürzlich veröffentlicht wurden, werden klare Absprachen mit anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) empfohlen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Effizienz zu steigern.
Die Fachempfehlung des DFV bietet einen umfassenden Leitfaden zur Integration von Drohnen in den Einsatzablauf. Zukünftige Einsatzmöglichkeiten könnten den Drohneneinsatz als Funkrelais oder sogar den Transport von Defibrillatoren und Medikamenten umfassen. Die Drohnen liefern nicht nur wertvolle Daten, sondern werden auch zur Dokumentation von Einsätzen und Übungen verwendet. Das Ziel ist es, die Einsatzkräfte optimal zu unterstützen und die Sicherheit während der Einsätze zu erhöhen.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Schulungen
Ein zentrales Kapitel der neuen Fachempfehlung behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für den Einsatz von Drohnen in der Feuerwehr gelten. Drohnen dürfen in bestimmten Szenarien ohne Genehmigung fliegen, müssen jedoch europäischen und nationalen Luftfahrtvorschriften entsprechen. Die Empfehlung besagt außerdem, dass mindestens zwölf Mitglieder pro Drohneneinheit erforderlich sind, um im Schichtbetrieb arbeiten zu können. Für einen sicheren Betrieb sind ausreichend Ersatzakkus und stabile Funk- und Internetverbindungen notwendig.
Die Verwendung von Drohnen wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Die Bedeutung moderner Technologien für die Gefahrenabwehr wächst, und das Einsatzspektrum von Drohnen wird sich weiterentwickeln. Experten sehen in der Drohnentechnologie, die von einfachen Modellen bis hin zu komplexen UAVs reicht, einen entscheidenden Schritt hin zur technologiegestützten Gefahrenabwehr. Der Markt für die Aus- und Weiterbildung rund um UAVs wächst, was die Notwendigkeit einer qualifizierten Schulung des Personals unterstreicht.
Die Entwicklungen im Bereich der Drohnentechnologie und deren Einsatzmöglichkeiten sind vielversprechend. Die Freiwillige Feuerwehr Hörzendorf/Projern hat mit ihrer Drohne einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht, der nicht nur die eigenen Einsatzkräfte unterstützt, sondern auch die Sicherheit der Bevölkerung in der Region erhöht.