Am 26. Mai war es wieder soweit: Die idyllische Region am Nassfeld verwandelte sich in ein wahres Sammelzentrum für Helferinnen und Helfer, die sich der Müllsammelaktion „Unser Daham bleibt sauber!“ anschlossen. Die frische Bergluft wurde durch den unermüdlichen Einsatz vieler fleißiger Hände und den Enthusiasmus der Beteiligten aufgeladen. Unterstützt wurde die Aktion von einer Vielzahl regionaler Partner und Betriebe, die sich gemeinsam für die Sauberkeit und den Erhalt ihrer Heimat einsetzten. Dabei waren unter anderem die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See, die Bergbahnen Nassfeld Pramollo AG sowie zahlreiche Gasthäuser und Almhütten.
Das Ziel der Aktion? Ganz klar: Die Reinigung von Stellen, an denen sich über die Zeit hinweg Abfälle angesammelt hatten. Nach getaner Arbeit konnten die Teilnehmer stolz zahlreiche gefüllte Müllsäcke präsentieren. Bürgermeister Leopold Astner, der die Initiative maßgeblich unterstützte, ließ es sich nicht nehmen, den Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Er betonte, wie wichtig gemeinsames Engagement für die Umwelt ist und dass solche Aktionen das Bewusstsein für den eigenen Lebensraum fördern.
Ein Schritt in die Zukunft
Die Müllsammelaktion war nicht nur ein einmaliges Event, sondern der Auftakt zu weiteren Initiativen in der Region. Die Organisatoren zogen eine durchweg positive Bilanz und sehen die Aktion im Rahmen des INTERREG-Projekts REGNERATE. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region zu stärken und gleichzeitig auf die Bedeutung der Nachhaltigkeit hinzuweisen. In diesem Kontext passt auch der Green Deal der EU, der bis 2050 Klimaneutralität anstrebt und die Notwendigkeit eines verstärkten Einsatzes von Kreislaufwirtschaftsprodukten in den Fokus rückt.
Doch nicht nur im Bereich der Müllentsorgung tut sich etwas. Auch die Bauwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Die Verschärfung der Nachhaltigkeitsbewertung von Bauwerken und Bauprodukten in Österreich und Deutschland verlangt ein Umdenken. Hier setzt das Projekt RiBa an, das im Rahmen des INTERREG-Programmes Österreich-Bayern gefördert wird. Mit einem Gesamtaufwand von 858.276,65 Euro und einer Projektdauer von drei Jahren zielt es darauf ab, Hindernisse in der Bauwirtschaft abzubauen und den Einsatz von Recyclingmaterialien zu fördern.
Gemeinsame Verantwortung
Die Partnerregionen, darunter Oberbayern, Salzburg und Vorarlberg, arbeiten zusammen, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu analysieren und praktikable Lösungen zu entwickeln. Schulungen und Informationsveranstaltungen für Bauhandwerker sowie die Bereitstellung einer Recycling-Toolbox sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für nachhaltige Baustoffverwertung zu schärfen. Markus Brandstätter von der NLW Tourismus Marketing GmbH hob hervor, wie wichtig gemeinsames Handeln für nachhaltiges Wirken in der Region ist. Das zeigt sich nicht nur bei der Müllsammelaktion, sondern auch in den Bemühungen der Bauwirtschaft, um zukunftsfähige Lösungen zu finden.
Egal ob beim Müllsammeln oder im Bauwesen – es wird deutlich: Nur durch gemeinschaftliches Engagement können wir unsere Region sauberer und nachhaltiger gestalten. Und das ist letztlich eine gemeinsame Verantwortung, die uns alle betrifft und die wir nicht aus den Augen verlieren sollten.