Die Theatergruppe Gailtal bringt ein echtes Juwel auf die Bühne: „Paolo Santonino“ von Engelbert Obernosterer. Die Premiere findet am 7. August 2023 im malerischen Schloss Möderndorf bei Hermagor statt. Ein echtes Highlight in der Region! Insgesamt sind vier Aufführungen geplant, darunter zwei weitere in der Spitalskirche Lienz am 13. und 14. August. Wer die Darbietung nicht verpassen möchte, sollte sich die Termine rot im Kalender anstreichen – die Aufführungen beginnen jeweils um 20.30 Uhr.

Die Rolle des Paolo Santonino wird von Michael „Buzgi“ Buchacher verkörpert. Er bringt die Figur zum Leben, die im Jahr 1485 den Bischof von Caorle auf einer Besuchsreise durch Kärnten und Osttirol begleitete. Die Tagebuchaufzeichnungen von Santonino bilden die Grundlage des Stücks. Was für eine spannende Zeit, oder? Santonino beschrieb zum Beispiel seine Reise über den Plöckenpass als „schwer passierbar, steil, felsig und auf jede Art für Menschen und Pferde unwegsam“. Wenn man sich das vorstellt, fühlt man fast den Schweiß auf der Stirn und das Ruckeln im Sattel!

Ein Blick in die Geschichte

Die Erzählung thematisiert nicht nur persönliche Erlebnisse, sondern auch den Niedergang des Adels, Bauernaufstände und eine Krise von Glaube und Autorität. Diese Themen sind heute aktueller denn je, und das Stück regt zum Nachdenken an. Anlässlich des 90. Geburtstags des Autors wird „Paolo Santonino“ erneut aufgeführt. Regie führt Mag. Werner Wölbitsch, der bereits bei der Uraufführung im Jahr 2004 mit von der Partie war. Es ist wie ein Familientreffen für die Theaterliebhaber!

Die Besetzung besteht aus Laiendarstellern der Gruppen Delalch, Joker Hermagor und Weißbriach sowie Mitgliedern der Faschingsgilden Hermagor und Kötschach-Mauthen. Eine bunte Mischung, die die Bühne zum Leben erwecken wird! Tickets sind bereits erhältlich, sowohl online unter www.santonino.at und www.theatergruppe.at/tickets, als auch in den Raiffeisenbanken in Hermagor und Kötschach-Mauthen.

Auf den Spuren von Santonino

Santoninos Tagebücher berichten von einer Reise, die am 29. September 1485 begann und die Reisegruppe durch die beeindruckenden Landschaften des Gailtals führte. Von Mauthen aus wurden das Lesachtal, das Drautal und Osttirol besucht, bevor die Gruppe weiter ins Gitschtal abwärts bis zum idyllischen Weißensee reiste. Die Kirchenherrschaft gehörte bis zur Drau zum Patriarchat von Aquileia, während die weltliche Macht von den Grafen von Görz, Ortenburg und Cilli sowie den Habsburgern geteilt wurde. Ein faszinierender historischer Kontext, der die Aufführung noch lebendiger macht!

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Und wenn man bedenkt, dass die Berichte von Santonino erst im 20. Jahrhundert im Vatikan wiederentdeckt wurden, erkennt man, dass diese Geschichte nicht nur für die Bühne, sondern auch für die Geschichtsbücher von Bedeutung ist. Man fragt sich fast: Was wäre passiert, wenn diese Aufzeichnungen nie ans Licht gekommen wären?

Markiert euch den August! Ein Stück Geschichte, das lebendig wird – nicht nur auf der Bühne, sondern auch in den Herzen des Publikums. Es ist nicht nur ein Theaterstück. Es ist ein Erlebnis.

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