Heute ist der 3. Juni 2026 und in Hermagor ist die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft förmlich zu spüren. Österreichs Nationalteam hat sich in Santa Barbara einquartiert, um sich intensiv auf das bevorstehende Turnier vorzubereiten. Die Atmosphäre im Camp ist optimistisch. Die Jungs haben in der Qualifikation und bei den Testspielen überzeugende Leistungen gezeigt. Das trägt zur Zuversicht bei, dass sie in der Weltmeisterschaft durchaus etwas reißen können.
Die Qualifikation für die WM war alles andere als ein Spaziergang. Österreich trat gegen renommierte Gegner wie Deutschland, Bulgarien, Albanien und Finnland an. Deutschland war zwar der Überflieger – sie gewannen alle Spiele – doch Österreich kämpfte sich tapfer durch die Gruppe. Der entscheidende Moment kam in den Begegnungen gegen Bulgarien, wo sich unser Team den zweiten Platz sicherte. Ein 2:0 Erfolg im Heimspiel und ein strategisches 0:0 im Auswärtsspiel waren dafür ausschlaggebend. Doch nicht nur sportlich war es turbulent. Nach der Qualifikation kam es zu einem Zerwürfnis zwischen Teamchef Karl Stotz und dem ÖFB-Präsidenten Karl Sekanina, was Stotz seinen Posten kostete. Felix Latzke und Georg Schmidt übernahmen die interimistische Betreuung. Ein echter Umbruch, der für frischen Wind sorgt!
Weltmeisterschaft 1982 in Spanien
Interessanterweise hat Österreich eine bewegte Geschichte bei Weltmeisterschaften. Bei der WM 1982 in Spanien war das Team in einer Gruppe mit Deutschland, Chile und Algerien. Das erste Spiel gegen Chile gewannen die Österreicher mit 1:0. Ein schöner Auftakt! Im Gegensatz dazu erlebte Deutschland einen Schock, als sie überraschend gegen Algerien mit 1:2 verloren. Im Duell zwischen Österreich und Deutschland, das als „Nichtangriffspakt von Gijón“ bekannt wurde, endete das Spiel ohne weitere Tore, nachdem Horst Hrubesch nach 10 Minuten das 1:0 für Deutschland erzielte. Beide Teams schoben sich nur den Ball zu – ein Skandal, der dazu führte, dass seitdem die letzten Gruppenspiele parallel ausgetragen werden. So viel zur Fairness im Fußball!
Nach dieser eigenartigen Gruppendynamik schaffte es Österreich in die zweite Finalrunde, wo sie gegen Frankreich antreten mussten. Leider endete das für die Österreicher mit einer 0:1 Niederlage. Das folgende Spiel gegen Nordirland brachte ein 2:2, was das Ausscheiden aus dem Turnier bedeutete. Die Franzosen erreichten schließlich das Halbfinale und machten mit einem 4:1-Sieg gegen Nordirland von sich reden.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Geschichte der österreichischen Fußballnationalmannschaft ist reich an Höhen und Tiefen. Von der ersten WM 1930 in Uruguay, wo der ÖFB auf eine Teilnahme verzichtete, bis hin zu den Erfolgen in den 30er Jahren – die Mannschaft konnte sich bei den Weltmeisterschaften immer wieder beweisen. 1934 etwa erreichten sie das Halbfinale und 1954 sogar den dritten Platz. Doch wie so oft gibt es auch Schattenseiten. In den letzten Jahren war die Qualifikation häufig ein harter Kampf. Die letzten großen Turniere der letzten Jahre waren leider nicht von Erfolg gekrönt. Bei der WM 2022 in Katar scheiterten die Österreicher im Play-off-Halbfinale gegen Wales.
Jetzt, mit den bevorstehenden Spielen in Kanada, Mexiko und den USA im Hinterkopf, träumen die Fans von einer Rückkehr zu alten Erfolgen. Das Team hat das Potential, sich erneut auf die große Bühne zu kämpfen – und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Vielleicht wird diese WM ja das große Comeback für Österreichs Fußballgeschichte. Wir drücken die Daumen!