Heute ist der 5. Mai 2026 und in Wien ist wieder einiges los. Die Baustellensaison hat bereits Fahrt aufgenommen – und damit geht das übliche Verkehrschaos einher. Wer jetzt durch die Stadt fährt oder mit den Öffis unterwegs ist, muss sich auf zahlreiche Umleitungen und Sperren einstellen. Die Übersicht über die verkehrswirksamen Baustellen wird laufend aktualisiert, und das kann auch ganz schön verwirrend sein.

Besonders im ersten Bezirk hat es einiges zu bieten. Die Lothringerstraße ist bis Ende 2027 für den Verkehr stark eingeschränkt. Und auch am U-Bahnbau Alser Straße/Universitätsstraße wird bis Ende 2026 geschraubt. Besonders ärgerlich für alle, die Richtung Zentrum unterwegs sind: In der Alser Straße ist das Rechtsabbiegen in die Landesgerichtsstraße nicht möglich. Umleitungen erstrecken sich über den Friedrich-Schmidt-Platz und die Rathausstraße. Ein Traum für Autofahrer, oder?

Baustellenübersicht in den Bezirken

Im zweiten Bezirk sieht’s nicht besser aus. Die Meiereistraße wird ab Herbst 2026 ganz gesperrt, und auch die Stadionallee ist betroffen. Die Obere Donaustraße hingegen hat bis Ende Mai stadteinwärts nur zwei Fahrstreifen zu bieten. Der dritte Bezirk hat auch seine Herausforderungen: Die Vordere Zollamtsstraße bleibt bis Ende September 2026 wegen U-Bahn-Arbeiten gesperrt, während die Hintere Zollamtsstraße bis Ende Mai aufgrund von Gleisarbeiten nicht befahrbar ist.

Und weiter geht’s! Im vierten Bezirk kommt’s zur Sperre der Wiedner Hauptstraße stadteinwärts bis Ende Juni. Umleitungen über die Kriehubergasse sind hier angesagt. Im fünften Bezirk wird die Fahrbahn auf dem Wiedner- und Margaretengürtel bis Mitte August auf zwei Fahrstreifen eingeschränkt, außerdem ist die Kliebergasse bis Mitte August eine Sackgasse. Wenn das nicht genug ist, sorgt der neunte Bezirk mit Gasarbeiten am Währinger Gürtel und Sperren an der Gürtelverbindung für zusätzliche Verkehrsprobleme.

Im zehnten Bezirk wird die Landgutgasse bis 19. Mai zur Herausforderung, während die Simmeringer Hauptstraße bis 20. September wegen Gleisbauarbeiten nur einen Fahrstreifen pro Richtung bietet. Und die Baustellen gehen weiter, die Liste scheint endlos. Im 17. Bezirk ist die Dornbacher Straße bis 13. September gesperrt und die Lidlgasse hat nur einen Fahrstreifen bis Ende Juni.

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Öffentliche Verkehrsmittel und Gleisbau

Die Wiener Linien setzen aber auch große Projekte um. Beispielsweise wird die Linie 18 ab Juni 2025 von der Schlachthausgasse bis zum Ernst Happel Stadion verlängert. Die Inbetriebnahme der neuen Strecke ist für Herbst 2026 geplant. Gleis- und Weichenarbeiten in der Simmeringer Hauptstraße sind seit März im Gange und laufen bis Oktober. Hier wird zwischen 22:30 Uhr und Betriebsbeginn gewerkelt. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Linien 11 und 71, die in verschiedenen Phasen kurzgeführt sind.

Und was ist mit den Gleisarbeiten in der Lerchenfelder Straße? Diese laufen ebenfalls bis Mitte Juli und bringen die Linie 46 aus dem Takt. Der Aumannplatz ist auch betroffen, hier sind Gleisarbeiten von Ende April bis Mitte Juli angekündigt. Die Vorfreude auf eine modernisierte Infrastruktur ist unübersehbar, aber die Geduld der Fahrgäste wird auf eine harte Probe gestellt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Wiener Linien haben sich mit ihrem Modernisierungsprogramm „Netz erst recht!“ viel vorgenommen. Bis Ende 2026 sollen 12,5 Kilometer Straßenbahngleise und 33 neue Bim-Weichen verbaut werden. Der Fokus liegt auf großflächigen Sanierungen, die spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste versprechen. Gleisbauarbeiten am U-Bahn-Netz sind ebenfalls notwendig, und während der Osterferien wird die U6 nicht zwischen Jägerstraße und Währinger Straße-Volksoper fahren. Da bleibt nur das Rad oder ein guter Fußmarsch.

Insgesamt führen die Wiener Linien jährlich etwa 100 Baustellen durch. Ein Viertel davon hat Auswirkungen auf den Betrieb. Wenn’s zu Betriebseinschränkungen kommt, werden die Intervalle der umliegenden Linien verdichtet und größere Fahrzeuge eingesetzt. Doch trotz aller Umleitungen und Baustellen, die Wiener Mobilität bleibt ein Abenteuer – und mit ein bisschen Geduld wird das auch wieder besser.