In Währing tut sich was! Ein neuer Kreisverkehr am Lidlberg ist im Bau – und das wird gleich mehrere positive Auswirkungen auf den Verkehr haben. Während bei Ampelanlagen oft die Kosten für die Errichtung ins Unermessliche steigen, sieht es bei einem Kreisverkehr ganz anders aus. Ja, die anfänglichen Ausgaben sind oft höher, manchmal sogar doppelt oder dreifach so hoch, aber Verkehrsplaner sind sich einig: Das amortisiert sich nach ein paar Jahren! Staus könnten der Vergangenheit angehören, und auch die klimaschädlichen Emissionen dürften sinken. Also, warum nicht gleich die Zukunft des Verkehrs gestalten?
Ein weiterer Vorteil des Kreisverkehrs ist die Sicherheit. Im Durchschnitt passieren an diesen Verkehrskreuzungen weniger Unfälle mit Verletzungen im Vergleich zu herkömmlichen, ungeregelten Kreuzungen oder solchen mit Ampeln. Autofahrer müssen langsamer anfahren, was nicht nur die Sicherheit für Fußgänger erhöht, sondern auch für alle Beteiligten ein gutes Gefühl vermittelt. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass man nicht mit Highspeed um die Ecke brettert. Das alles klingt doch nach einer echten Verbesserung für die Anwohner und die tägliche Mobilität!
Wegweisende Verkehrspolitik
Doch der Kreisverkehr ist nur ein Teil eines größeren Plans – einer Vision für nachhaltige Mobilität in unseren Städten. Die Entwicklung von Quartieren mit einer bunten Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Erholung ist entscheidend für die Reduzierung des Verkehrs. Wenn die Menschen alles in der Nähe haben, werden sie weniger auf das Auto angewiesen sein. Öffentliche Verkehrsanbindungen sollten dabei selbstverständlich gut ausgebaut sein. Wer möchte schon ewig auf den Bus warten, wenn in der Nähe alles erreichbar ist?
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Trennung städtischer Funktionen, die durch die Charta von Athen (1943) propagiert wurde, uns in die „autogerechte Stadt“ der 1960er Jahre geführt hat. Das Resultat? Wachsende Verkehrsmengen, Luftschadstoffe und eine Lärmbelastung, die nicht mehr zumutbar ist. Wohin mit uns? Viele sind an die Stadtränder gezogen, weil das Leben in der Stadt einfach unattraktiv geworden ist. Es ist höchste Zeit, das Ruder rumzureißen!
Neue Ansätze für die Zukunft
Seit den 1970er Jahren gibt es einen Umdenkprozess. Leitbilder wie die „Charta von Aalborg“ und die „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ setzen neue Maßstäbe. Ziel ist es, die europäische Stadt kompakt zu halten, Flächenversiegelung und Zersiedelung zu reduzieren und die Qualität des öffentlichen Raums zu verbessern. Es geht um weniger Autoverkehr und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer. Damit unterstützen wir nicht nur den Klimaschutz, sondern auch unsere eigene Lebensqualität.
Das Umweltbundesamt hat gezeigt, dass eine umfassende Unterstützung von Bund und Ländern für Städte und Gemeinden notwendig ist, um diesen Wandel zu vollziehen. Die Vision „Stadt für Morgen“ ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein konkretes Ziel. Das Leitbild der „Stadt und Region der kurzen Wege“ fördert eine Siedlungsentwicklung, die Verkehr vermeidet und Ressourcen schont. Wenn wir in Währing den neuen Kreisverkehr gut nutzen, könnte das der erste Schritt in eine nachhaltigere Zukunft sein – und das ganz ohne Stau!