In den letzten Monaten hat sich in Wien einiges getan, und das „Pomali“ ist ein frischer Wind in der Gastronomieszene der Stadt. Vor zwei Monaten hat das neu eröffnete Lokal in der Märzstraße 87, im 15. Bezirk, seine Türen geöffnet. Die Betreiberinnen, Karoline Schuster und Mathilde Mazaud, haben das ehemalige Gasthaus Jagetsberger liebevoll renoviert und ein Konzept entwickelt, das sich primär auf vegetarische Küche fokussiert. Und was bedeutet eigentlich „Pomali“? Das Wort kommt aus dem Slowenischen und steht für „gemütlich, langsam, nach und nach“. Genau das spürt man auch beim Essen – die Wartezeiten sind angenehm kurz und Wasser wird ungefragt und sofort serviert. Ein schöner Service, der für ein entspanntes Ambiente sorgt!

Die Preisgestaltung ist ebenfalls ein echter Hingucker. Vorspeisen kosten maximal 8 Euro, und die Hauptgerichte bewegen sich preislich bis zu 20,50 Euro – für ein Stück Lachsforelle. Da kann man nicht meckern! Ein hausgemachtes Sauerteig-Zwiebel-Brot für 3 Euro rundet das Angebot ab. Die Gerichte sind vielfältig und kreativ: Von einem Senf-Ei in hausgemachter Senfsauce mit Blattspinat bis hin zu einem Rote-Rüben-Salat mit Dille und Linsensprossen, der allerdings etwas weniger Säure vertragen könnte. Die Käsespätzle mit eingelegtem Zwiebel und knackigem Kraut sind ebenfalls einen Versuch wert, auch wenn es keinen Beilagensalat dazu gibt. Wer nach dem Hauptgang noch Platz für etwas Süßes hat, kann sich an einem Scheiterhaufen versuchen, der kalt serviert wird. Eine Vanillesauce oder Beeren würden da sicher nicht schaden! Die Brioche-Krapfen mit Rhabarberkompott und Schlag könnten für manchen etwas zu fettig sein. Aber hey, man gönnt sich ja sonst nichts, oder?

Die vegetarische Welle in Wien

Wien entwickelt sich immer mehr zu einem Paradies für Vegetarier und Veganer. Mit 112 vegetarischen und veganen Restaurants hat die Stadt mehr Auswahl als jede andere österreichische Stadt, sogar Graz und Salzburg können da nicht mithalten. Das ist schon beeindruckend! Im Jahr 2025 wird Wien sogar zu den vegan-freundlichsten Städten Europas gezählt. Über 60 der Restaurants sind komplett vegan, und der Anteil der Veganer in Österreich liegt bei 5 Prozent – das ist der höchste in Europa. Zwischen 2022 und 2025 hat sich die Zahl der vegetarischen und veganen Lokale in Wien von 95 auf 112 erhöht. Das spricht doch für ein Umdenken in der Gesellschaft, oder?

Die Vielfalt der veganen Optionen in Wien ist schier endlos. Man findet alles von Fine Dining über pflanzliches Fast Food bis hin zu kreativen Cafés. Wenn man ein bisschen mehr ausgeben möchte, kann man sich im TIAN, dem bekanntesten veganen Fine Dining Restaurant, verwöhnen lassen – ein Michelin-Stern hat das Restaurant bereits! Aber auch Casual-Dining-Lokale wie die Swing Kitchen oder Veggiezz bieten köstliche Gerichte zu fairen Preisen an. Vegetasia überrascht mit einem leckeren Mittags- und Abend-Hotpot-Buffet, während Voodies am Naschmarkt vegane Burger und Hot Dogs serviert. Die Innenstadt hat einige Top-Adressen zu bieten, wo man sich nach einem langen Tag einfach mal etwas Gutes tun kann.

Das „Pomali“ reiht sich in diese trendige Entwicklung ein. Mit einem klaren Fokus auf vegetarische Küche und einem entspannten Ambiente bietet es eine willkommene Alternative zu den oft teuren und überfüllten Lokalen der Stadt. Die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, 17 bis 23 Uhr, passen gut in den Alltag der Wiener. Und wenn man Lust auf ein gutes, preiswertes Essen hat, ist man im „Pomali“ genau richtig.

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