Der Herbst hat seine ersten Vorboten gezeigt, und während die Blätter fallen, stehen auch in Wien große Veränderungen an. Die ÖBB hat sich aufgemacht, die Wiener Verbindungsbahn zu modernisieren und die ersten Schritte dazu sind bereits im Gange. Ab September 2026 wird die Hauptarbeit beginnen, und die Fahrgäste der S80 müssen sich auf einige Einschränkungen gefasst machen.

Die erste Bauetappe erstreckt sich zwischen dem Bahnhof Wien Hütteldorf und der Schrutkagasse. Hier wird die neue Station „Wien Hietzinger Hauptstraße“ entstehen, die das Herzstück des Projekts sein soll. Das Ziel ist klar: Die Kapazität und Attraktivität der S-Bahn-Verbindung in Wien sollen erheblich verbessert werden. Geplant sind nicht nur neue und modernisierte Stationen, sondern auch barrierefreie Zugänge, Lärmschutzmaßnahmen und die Beseitigung mehrerer Eisenbahnkreuzungen – eine echte Win-win-Situation für alle.

Umfangreiche Maßnahmen und Zeitplan

Die Modernisierung hat sich nicht über Nacht ergeben. Nach 1.300 Tagen Rechtsstreit liegt nun endlich die behördliche Genehmigung vor. Erste Vorbereitungen haben bereits im März 2023 begonnen, mit Rodungsarbeiten und Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten. Ab September 2023 stehen zudem Planausstellungen in Wien-Hietzing und Wien-Penzing auf dem Programm, um die Anwohner über die bevorstehenden Bauarbeiten zu informieren.

Doch was bedeutet das konkret für die Fahrgäste der S80? Ab 4. Juli 2026 wird die Verbindung nur mehr zwischen Wien Aspern und Wien Hauptbahnhof verkehren. Die Stationen Matzleinsdorfer Platz, Wien Meidling, Wien Speising und Wien Hütteldorf werden nicht bedient. Das ist natürlich ein starkes Stück, und die Reisenden müssen sich auf Ersatzbusverbindungen einstellen, die werktags tagsüber im 15-Minuten-Takt fahren. Nach dem 7. September 2026 wird der Betrieb zwischen Wien Aspern und Wien Meidling bis Ende 2027 stark eingeschränkt sein. Das bringt für viele sicherlich einige Unannehmlichkeiten mit sich.

Warten auf den Viertelstundentakt

Ein weiteres Ziel dieser umfangreichen Maßnahmen ist die Einführung eines Viertelstundentakts auf der Linie S80, was langfristig für eine bessere Anbindung sorgen soll. Die Fertigstellung der neuen Station Wien Hietzinger Hauptstraße ist bis Ende 2029 geplant, gefolgt von der Modernisierung der Station Wien Speising und dem Neubau der Station Stranzenbergbrücke. Auch die Unterführungen für den Straßen-, Fuß- und Radverkehr werden nicht vergessen. Das Ganze wird sich über Jahre erstrecken, und die vollständige Fertigstellung wird voraussichtlich erst im Jahr 2036 abgeschlossen sein. Das klingt nach einem langen Weg, aber wenn man bedenkt, was alles auf dem Spiel steht, könnte es sich lohnen.

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Bauarbeiten bringen oft Herausforderungen mit sich, aber die ÖBB hat angekündigt, auch passiven Lärmschutz für betroffene Haushalte bereitzustellen. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Und wie es aussieht, wird es auch neue Lärmschutzanlagen entlang der Strecke geben. Das ist nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Fahrgäste von Bedeutung, um die tägliche Reise angenehmer zu gestalten.

Die Wiener Verbindungsbahn hat also eine spannende, wenn auch herausfordernde Zeit vor sich. Die Modernisierung wird zwar einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen, doch die Aussicht auf eine verbesserte S-Bahn-Verbindung und die damit verbundene Entlastung des Verkehrs in Wien könnte die Mühen wert sein. Wer weiß, vielleicht wird das Warten auf den neuen Viertelstundentakt bald zur angenehmen Erinnerung.