Am Ceija-Stojka-Platz in Neubau gibt es jetzt einen bunten Blickfang, der nicht nur das Stadtbild aufpeppt, sondern auch die Herzen der Leserinnen und Leser höher schlagen lässt. Der offene Bücherschrank wurde von den kreativen Köpfen der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Neubaugasse neu gestaltet. Die Schüler haben mit viel Engagement Skizzen und Collagen für das Design entwickelt, und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2019 ist dieser Bücherschrank ein fester Bestandteil des Grätzls und ein beliebter Ort für den Austausch und das Schmökern.
Der Schrank bietet die Möglichkeit, Bücher kostenlos mitzunehmen, zu tauschen oder abzugeben. Das ist nicht nur praktisch, sondern fördert auch die Lesefreude und die Gemeinschaft im Bezirk. Es ist ein Ort, an dem Nachbarn ins Gespräch kommen und neue Geschichten entdecken können. Die Neugestaltung war Teil eines Schulprojekts, und Bezirksvorsteher Markus Reiter zeigte sich begeistert von der Initiative. Er würdigte die Bedeutung solcher offenen Bücherschränke für den Bezirk, insbesondere für die Kreislaufwirtschaft und den nachbarschaftlichen Austausch.
Ein Ort für Kreativität und Gemeinschaft
Die Mittelschule Neubaugasse ist nicht nur für ihre kreativen Projekte bekannt, sondern trägt auch das MINT-Gütesiegel – ein Zeichen für hervorragende Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Schüler haben mit ihrem neuen Design für den Bücherschrank nicht nur ihr künstlerisches Talent unter Beweis gestellt, sondern auch ein Zeichen gesetzt, wie wichtig das Teilen von Wissen und Geschichten ist. Auf diese Weise wird der Bücherschrank zu einem lebendigen Treffpunkt für die Anwohner, die hier in die Welt der Bücher eintauchen können.
Im 7. Bezirk gibt es übrigens noch drei weitere offene Bücherschränke, die ebenfalls zur Lesekultur beitragen. An der Ecke Zieglergasse/Westbahnstraße steht der erste offene Bücherschrank Wiens, der 2010 eröffnet wurde. Weitere Standorte befinden sich gegenüber der Volksschule Stiftgasse im Vally-Wieselthier-Park und vor dem Siebensternpark. Diese Bücherschränke sind nicht nur eine tolle Möglichkeit, um in neue Bücher einzutauchen, sondern auch eine Einladung an alle, ihre eigenen Lieblingsbücher zu teilen und so Teil einer lebendigen Buchgemeinschaft zu werden.
Das Konzept der offenen Bücherschränke ist nicht nur auf Neubau beschränkt. Auch in der Josefstadt gibt es zwei Bücherschränke, die als Treffpunkte für Buchliebhaber:innen fungieren. Hier wird ebenso Lesefreude und der Austausch von Geschichten gefördert. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, die Nachbarschaft zu beleben und den Menschen die Freude am Lesen näherzubringen. Der Bücherschrank am Ceija-Stojka-Platz ist ein tolles Beispiel dafür, wie kreative Ideen und gemeinschaftliches Engagement einen echten Unterschied im Alltag der Menschen machen können.