Heute ist der 8.05.2026, und während ich hier in Meidling sitze, frage ich mich, was die Bahnhöfe Europas so alles ausmacht. Man hört ja viel über die großen Verkehrsknotenpunkte, über die schönen, die schäbigen und die, die man am besten ganz schnell hinter sich lässt. Gerade ist die neueste Studie des „Consumer Choice Center“ veröffentlicht worden, die sich genau mit diesen Fragen beschäftigt – und ich kann euch sagen, da gibt’s einiges zu erzählen!
In der diesjährigen Untersuchung wurden die 50 größten Bahnhöfe Europas unter die Lupe genommen, und die Kriterien sind vielfältig. Von Ticketoptionen über kostenlosen WLAN-Zugang bis hin zu Barrierefreiheit – alles spielt eine Rolle. Die Studie wurde zum sechsten Mal in Folge durchgeführt, und man hat sogar neue Kategorien eingeführt, um den Veränderungen im Reiseverhalten gerecht zu werden. Wer hätte gedacht, dass die Bahnhöfe so viele Facetten haben?
Die Besten der Besten
Nun zu den Ergebnissen: Der Hauptbahnhof Zürich hat sich als unangefochtener Sieger herausgestellt – 100 Punkte! Das ist schon eine Hausnummer. Mit über 200 Geschäften und einer nahezu perfekten Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist er kaum zu schlagen. Wusstet ihr, dass die durchschnittliche Wartezeit dort nur 1,33 Minuten beträgt? Also, falls ihr mal in Zürich seid, verpasst nicht, euch dort ein bisschen umzusehen!
Auf den Plätzen folgen der Bahnhof Wrocław Główny in Polen und der Hauptbahnhof Bern in der Schweiz. Auch der Berliner Hauptbahnhof hat sich von Platz 14 im Jahr 2024 auf einen soliden vierten Platz hochgekämpft! Man könnte fast meinen, die Berliner sind auf dem richtigen Weg, auch wenn sie sich manchmal ganz schön anstrengen müssen – nicht wahr?
Die Schattenseiten
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Sechs deutsche Bahnhöfe befinden sich unter den zehn am schlechtesten bewerteten Stationen in Europa. Um ganz konkret zu sein: Der Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen schneidet mit nur 47 Punkten wirklich katastrophal ab. Mit nur drei Shops und sieben Restaurants ist das Angebot eher mager. Da fragt man sich doch, wie man dort die Zeit bis zur Abfahrt überbrücken soll. Und die durchschnittliche Wartezeit von 10,8 Minuten bei 42% Verspätungen – oje, das klingt nach Stress pur!
Der Standort Wien-Meidling hat es immerhin auf Platz 47 geschafft und unterbricht damit die deutsch-italienische Negativliste. Das ist schon etwas, über das man schmunzeln kann. Immerhin gibt es auch hierzulande Bahnhöfe, die sich um die Passagiere bemühen. Laut der Studie des Consumer Choice Center, die auch die Sauberkeit und Ausschilderung in die Bewertung einfließen lässt, sind die Passagiere jedoch oft alles andere als zufrieden.
Ein Blick in die Zukunft
Die Ergebnisse des European Railway Station Index 2025 zeigen, dass die Bahnhöfe in Europa offensichtlich einen langen Weg vor sich haben, um die Passagierfreundlichkeit zu verbessern. Auch wenn viele große Bahnhöfe wie Leipzig und Stuttgart im unteren Drittel des Rankings landen, gibt es Hoffnung. Vielleicht kommt der Wandel schneller, als wir denken – vielleicht wird der nächste Bahnhof, den wir betreten, schon ein bisschen besser sein.
Die Reise geht weiter, und wir sind gespannt, welche Entwicklungen uns die nächsten Jahre bringen werden. Eines ist sicher: Die Bahnhöfe sind mehr als nur Übergangsstationen. Sie sind Orte, die Geschichten erzählen, Begegnungen schaffen und manchmal einfach nur wahre Geduldsspiele sind. So bleibt man immer auf der Reise, nicht wahr?