Sonnenstrom vom Kirchendach: St. Florian zeigt, wie Umweltschutz geht
In Wien-Margareten hat die Kirche St. Florian ein neues Kapitel aufgeschlagen – und das hat nichts mit der nächsten Sonntagsmesse zu tun. Auf dem Flachdach der Kirche prangen nun Solarmodule, die auf stolzen 630 Quadratmetern installiert sind. Eine Photovoltaikanlage, die mit einer Leistung von 55,8 kWp und einem Batteriespeicher von 45 kWh ausgestattet ist, sorgt dafür, dass der erzeugte Sonnenstrom nicht nur die Kirche selbst, sondern auch das Pfarrhaus und bald sogar den angrenzenden Kindergarten mit Energie versorgt. Das ist doch mal eine zukunftsweisende Nutzung von Dachflächen!
Man kann sich kaum vorstellen, wie die Sonne hier in den letzten Wochen gescheint hat. Hohe Erträge im Juni haben den Bedarf an zugekauftem Strom deutlich reduziert – ein echter Gewinn für die Umwelt und den Geldbeutel! Erzbischof Josef Grünwidl hat die Bedeutung dieses Projekts für den Klimaschutz betont, während Pfarrer Gerald Gump die Nutzung der Dachfläche als logischen Schritt bezeichnet. Und das ist nicht nur ein einmaliges Projekt: Die Erzdiözese Wien errichtet jährlich etwa zehn neue PV-Anlagen, wobei 2022 sogar 36 neue Anlagen in Betrieb genommen wurden.
Ein Beitrag zum Umweltschutz
Die Kirche St. Florian gehört zur Pfarre zur Frohen Botschaft, der größten Pfarre Wiens. Hier wird Umweltschutz großgeschrieben! Seit 2021 ist die Pfarre nach dem EU-Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert. Das bedeutet nicht nur, dass Abfall durch gezielte Maßnahmen um zwei Drittel reduziert wurde – nein, auch Veranstaltungen folgen den ÖkoEvent-Richtlinien der Stadt Wien. Auf dem Dach des linken Seitenschiffs leben sogar drei Bienenvölker. Wer hätte das gedacht? Ein kirchliches Gebäude, das sich aktiv für den Naturschutz einsetzt und gleichzeitig die Nachbarschaft mit Strom versorgt!
Nicht zu vergessen ist das Engagement der Pfarre für Entwicklungs- und Umweltschutzprojekte in Südindien über das Projekt „Vanakkam“. Hier wird nicht nur lokal, sondern auch international Verantwortung übernommen. Tatsächlich investiert die Erzdiözese jährlich rund vier Millionen Euro in ökologische Maßnahmen, zu denen auch Heizungswechsel, Dämmmaßnahmen und LED-Beleuchtung gehören. Insgesamt flossen stolze 5,5 Millionen Euro in die Errichtung von 100 PV-Anlagen. Das zeigt, wie ernst es der Kirche mit dem Thema Umweltschutz ist.
Ein Blick auf die Zahlen
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur in Wien ein Thema. Die Publikation „Erneuerbare Energien – Nationale und internationale Entwicklung in Zahlen 2024“ bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen in Deutschland, der EU und weltweit. Die Daten stammen von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums arbeitet. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich der Stand der Dinge in verschiedenen Ländern ist – und wie wichtig es ist, dass auch kirchliche Institutionen ihren Teil beitragen.
Mit der Installation dieser Photovoltaikanlage setzt die Kirche St. Florian ein Zeichen für die Zukunft. Und wer hätte gedacht, dass eine Kirche nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Vorreiter im Umweltschutz sein kann? Wenn das nicht ein Grund ist, den Blick nach oben zu richten und die Sonne zu genießen!
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