In der Karl-Schwed-Gasse in Liesing hat sich jetzt einiges getan. Vor wenigen Wochen wurde die Fahrbahnaufdoppelung abgeschlossen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ein längst überfälliger Schritt, denn die Anwohner dieser Gasse, die zwischen der Rosenhügelstraße und der Endresstraße verläuft, kämpfen schon seit Jahren gegen den hohen Durchzugsverkehr und die überhöhten Geschwindigkeiten. Man könnte sagen, die Gasse war ein heißes Eisen für die Bewohner – und das nicht nur, weil sie oft den Atem anhalten mussten, wenn ein Auto mit viel zu viel Speed vorbeirauschte.

Die Bürger haben sich nicht einfach damit abgefunden. Seit Jahrzehnten fordern sie Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Im November 2024 gab es sogar eine Kundgebung, bei der Betroffene und die Fraktion Pro23 für eine Verkehrsberuhigung eintraten. Nach mehreren Unfällen, besonders an der gefährlichen Kreuzung Karl-Schwed-Gasse/Friedensstraße, hat die Stadt im Dezember 2025 schließlich die Finanzierung für die Aufdoppelung beschlossen. Ein Schritt, der vielen ein wenig Hoffnung gegeben hat.

Neue Diskussionen um Tempo 30

Doch kaum sind die Arbeiten abgeschlossen, gibt es schon wieder neue Diskussionen. Ein tragischer Vorfall, bei dem eine E-Scooter-Fahrerin von einem Linienbus erfasst wurde, hat die Debatte um eine Tempo-30-Zone neu entfacht. Bezirksrat Christian Steinhoff hat daraufhin eine durchgehende Tempo-30-Regelung für die Karl-Schwed-Gasse gefordert. Auch eine versetzte Parkordnung wird ins Spiel gebracht. Vielleicht könnte man damit die Sicherheit weiter erhöhen? Und warum nicht gleich die Friedensstraße in die bestehende Tempo-30-Zone einbinden?

Das Büro der Bezirksvorstehung hat betont, dass alle Verkehrssicherheitsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Fachabteilungen geprüft werden. Nach dem letzten Unfall wurde auch die Fachabteilung für Verkehrssicherheit mit der Analyse des Unfallhergangs beauftragt. So viel Engagement, um zu schauen, was man besser machen kann – das lässt hoffen!

Tempo 30 – so wichtig wie nie

Die Diskussion um Tempo-30-Regelungen ist nicht nur lokal ein Thema. Auch in deutschen Städten wird über die Ausweitung solcher Anordnungen debattiert. Das Bundesministerium ist zwar offen für Initiativen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zum Klimaschutz, sieht jedoch flächendeckendes Tempo 30 in Durchgangsstraßen skeptisch. Aber warum wird Tempo 30 eigentlich immer wieder gefordert? In Wohngebieten, wo viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind, ist es einfach notwendig. Und wenn man sich die Unfallstatistiken anschaut, spricht alles für eine Reduzierung der Geschwindigkeit in gefährdeten Zonen.

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Eine Metastudie, veröffentlicht von der Björn Steiger Stiftung, zeigt, dass Tempo-30-Zonen in Innenstädten die Verkehrssicherheit deutlich steigern. In den meisten Fällen sinken die Unfallzahlen um bemerkenswerte 8 bis 26 Prozent. Auch der Rückgang der Leichtverletzten und Schwerverletzten ist nicht zu vernachlässigen. Es ist also nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Lebensgefühls. Man will doch einfach sicher von A nach B kommen, ohne ständig aufpassen zu müssen, dass einem ein Auto über den Haufen fährt.

Fazit? Tempo-30-Zonen sind ein effektives Mittel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wenn es nach den Forschenden geht, sollte die Politik dringend Maßnahmen ergreifen, um mehr solcher Zonen einzuführen. In Liesing könnte die Karl-Schwed-Gasse ein Beispiel dafür sein, wie man Sicherheit und Lebensqualität in einem Atemzug steigern kann.

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