Heute ist der 19.05.2026 und wir schauen uns die finanziellen Mittel der Wiener Bezirke genauer an. Es ist schon ein bisschen verrückt, wie unterschiedlich die Budgets der einzelnen Bezirke sind. Die Gelder hängen von vielen Faktoren ab, wie Verkehrsflächen, Grünräumen und, ganz wichtig, der Bevölkerungszahl. Da gibt es Bezirke, die schwimmen in Guthaben, während andere mit Schulden zu kämpfen haben.

Nehmen wir zum Beispiel Liesing. Die haben ein Guthaben von fast 14 Millionen Euro! Bezirkschef Gerald Bischof von der SPÖ verfolgt eine vorausschauende Budgetpolitik. Ganz anders sieht es in Neubau aus. Hier hat Bezirkschef Markus Reiter (auch von den Grünen) mit hohen Schulden zu kämpfen und betont die Notwendigkeit von Investitionen in die Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Irgendwie tragisch, oder? Man fragt sich, wie es zu solchen Unterschieden kommt.

Die Zahlen sprechen Bände

Floridsdorf kann sich mit einem Plus von rund 11,5 Millionen Euro sehen lassen. Hier wurden Rücklagen für große Projekte wie Schulsanierungen gebildet. Bezirkschef Georg Papai, ebenfalls von der SPÖ, hat hier wohl einen guten Job gemacht. Margareten hingegen hat ein Guthaben von 10,8 Millionen Euro, was vor allem auf starke Förderungen und wenige umgesetzte Projekte zurückzuführen ist. Interessant, wie das Management der Gelder so unterschiedlich funktioniert.

Und was ist mit den Schulden? Alsergrund hat über 10,6 Millionen Euro Schulden, die hauptsächlich auf die Sanierung von Volksschulen zurückzuführen sind. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad von der SPÖ muss hier ordentlich jonglieren. Favoriten und Rudolfsheim-Fünfhaus stehen mit einem Minus von etwa 12,9 Millionen Euro nicht besser da. Aber die Bezirksvorsteher sind sich einig: Schulsanierungen werden langfristige Vorteile bringen. Ein bisschen wie das Sprichwort: „Auf lange Sicht wird alles gut.“

Die Rahmenbedingungen

Die finanziellen Mittel der Bezirke sind übrigens Teil des Gemeindebudgets und werden gemäß der Wiener Stadtverfassung verwaltet. Man könnte sagen, das Geld kommt aus verschiedenen Töpfen. Dabei wird die Oberverteilung unter anderem durch die Dienstgeberabgabe und die Kommunalsteuer geregelt. Die Bezirke müssen oft in Vorleistung treten und erhalten Förderungen erst später zurück. Das kann schon mal frustrierend sein, vor allem für die Bezirksvorsteher, die die Verantwortung tragen.

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Die Bezirksmittelverordnung regelt die Verteilung der Haushaltsmittel. Hier wird unter anderem festgelegt, wie viel Geld für Grünanlagen oder investive Vorhaben zur Verfügung steht. Das klingt alles sehr bürokratisch, aber es ist notwendig, um die verschiedenen Bedürfnisse der Bezirke zu decken. Man fragt sich, ob es nicht einfacher geht, aber das System hat seine eigenen Regeln.

Ein Blick in die Zukunft

Leopoldstadt hat die höchsten Schulden mit rund 17 Millionen Euro. Bezirksvorsteher Alexander Nikolai von der SPÖ muss sich hier etwas einfallen lassen, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Stadtverfassung regelt die Aufgaben der Bezirke, und dazu gehören unter anderem die Erhaltung von Markt- und Grünflächen sowie die Sanierung von Schulen. Es ist also ein ständiger Balanceakt zwischen Investitionen und der Notwendigkeit, die Schulden im Griff zu behalten.

Am Ende bleibt die Frage: Wie wird sich das alles entwickeln? Die Bezirke sind auf Förderungen angewiesen und müssen oft auf zukünftige Haushaltsmittel zusteuern. Das ist ein gewagtes Spiel und die Bezirksvertreter brauchen ein gutes Gespür für die Finanzierung. Ein bisschen wie beim Poker – manchmal gewinnt man, manchmal geht man leer aus. Wer weiß, vielleicht gibt’s ja bald eine Wende zum Besseren? Weitere Informationen und spannende Geschichten zu diesem Thema finden Sie auf wien.orf.at.