In den letzten Jahren hat sich in der Leopoldstadt einiges getan, und es gibt aufregende Neuigkeiten für all jene, die sich für eine grünere Stadt einsetzen! Das Grätzlförderungsprogramm „WienNeu+“ hat kürzlich seine Förderungen zur Innenhofbegrünung bis Ende 2027 verlängert. Hier wird nicht nur die Natur gefördert, sondern auch das Miteinander in den Nachbarschaften.

Die ersten Projekte sind bereits in den Bezirken Leopoldstadt und Brigittenau am Laufen. So wird in der Nordwestbahnstraße 27 ein Wohnhaus saniert – es gibt Entsieglungs- und Begrünungsmaßnahmen, die dazu beitragen, die Luftqualität zu verbessern und gleichzeitig ein wenig mehr Grün in die Stadt zu bringen. Ein echter Lichtblick! Zudem wird bei der evangelischen Pfarre Am Tabor 5 eine Fassadenbegrünung geplant. Und das ist noch lange nicht alles: Am Gaußplatz 5 wird der Innenhof begrünt und eine Gemeinschaftsfläche entsteht. Das klingt nach einem Ort, an dem man sich gerne aufhält!

Gemeinsam für ein besseres Klima

Das Ziel ist es, ausgewählte Grätzl klimafreundlicher zu gestalten. Eigentümergesellschaften und Mieter sind eingeladen, Vorschläge an die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) einzureichen. Nach einem Gespräch entscheidet ein Beirat über die Förderungen. Und das Beste? Juristische Personen können 40-60% der Projektkosten gefördert bekommen, während private Personen sogar bis zu 60% erhalten können. Das heißt, wenn du die Idee hast, aus einem grauen Innenhof ein grünes Paradies zu machen, könnte das ein guter Weg sein, Unterstützung zu bekommen!

Aktuell werden fünf Begrünungs- und Sanierungsprojekte unterstützt. Im Gemeindebau Treustraße 61–69 sind zwei Gemeinschaftsgärten und Balkonpflanztröge in Planung. In der Rauscherstraße 19 wird die Fassade eines Gründerzeithauses mit Begrünungsmaßnahmen aufgewertet. Wenn das mal nicht ein Grund ist, die Nachbarn zusammenzuholen! Wer Ideen zur Begrünung hat, kann diese per E-Mail an mitte@gbstern.at senden. Ein einfaches und direktes Angebot, das kaum zu übersehen ist.

Aber nicht nur die Innenhöfe sind im Wandel. Auch die Wärmeversorgung in Wien steht auf dem Prüfstand. Der Fernwärmeanteil soll bis 2040 von 45% auf 56% erhöht werden. Das Projekt „Anergie WieNeu+“ der ÖGUT beschäftigt sich mit der Eignung von neun Häuserblöcken für Anergienetze – eine Lösung, die besonders in städtischen Gebieten vorteilhaft ist. Durch die Zusammenarbeit mit Eigentümern soll hier der Umstieg auf nachhaltige Wärmeversorgung erleichtert werden. Diese Anergienetze sind eine interessante Alternative, wo Einzellösungen oft aufgrund von Platzmangel nicht möglich sind.

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Langfristige Planung und frühzeitige Umstiegskonzepte sind entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen. Externe Beratungsorganisationen helfen dabei, Entscheidungsprozesse in Wohnungseigentümergemeinschaften zu unterstützen. Oft sind diese Prozesse langwierig und können Konflikte hervorrufen. Hier kann neutrale Moderation oder Mediation manchmal Gold wert sein.

Ein Blick über den Tellerrand

Neben den lokalen Initiativen gibt es auch bundesweite Programme, die sich dem Klimawandel widmen. Der Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, das 2020 ins Leben gerufen wurde, unterstützt Kommunen bei der Entwicklung klimagerechter Maßnahmen. Über 300 Projekte sind bereits in Städten und Gemeinden ausgewählt worden. Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre oder Starkregen nehmen zu, und die Notwendigkeit für eine klimagerechte Umgestaltung von Siedlungsräumen ist dringender denn je.

Die Förderung zielt darauf ab, öffentliche Grün- und Freiflächen zu erhalten und auszubauen. Maßnahmen wie die Sicherung von Regenwasserrückhalt und die Entwicklung von Kalt- und Frischluftzufuhr sind entscheidend, um die Lebensqualität in urbanen Gebieten zu sichern und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern.

Es ist klar, dass wir in einer Zeit leben, in der Umdenken angesagt ist. Der Weg zu einer grüneren Stadt ist nicht immer einfach, aber die vielen Initiativen und Programme zeigen, dass es ernsthafte Schritte in die richtige Richtung gibt. Und vielleicht ist das genau der Anstoß, den wir brauchen, um uns als Gemeinschaft zusammenzuschließen und aktiv an der Gestaltung unserer urbanen Lebensräume mitzuwirken. Es bleibt spannend!