Der Wind weht frisch durch die Straßen von Hernals, während sich die Vorfreude auf das große Spiel am Freitag, dem 5. Juni, langsam aufbaut. Lars Söndergaard, der neue Teamchef des ÖFB-Frauen-Nationalteams, wird sein Debüt geben. Der Däne, der erst vor wenigen Wochen die Nachfolge von Alexander Schriebl angetreten hat, gibt zu: „Ich bin ein bisschen nervös.“ Verständlich, schließlich steht das 250. Länderspiel der Frauen an und der Druck ist groß. Nach einer enttäuschenden WM-Qualifikation, in der Österreich nur ein Tor in vier Spielen erzielen konnte, hoffen die Spielerinnen auf einen Neuanfang.
Söndergaard hat seit seiner Übernahme intensiv an der Verbesserung des Spiels gearbeitet. Themen wie „Zusammenhalt und Atmosphäre“ wurden nach der Trennung von Schriebl von ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel als entscheidend hervorgehoben. Der neue Trainer beobachtet einen „starken Zusammenhalt“ im Team, was in diesen Zeiten besonders wichtig ist. Am Freitag wird sich zeigen, ob die Worte auch Taten folgen. Der Gegner, Slowenien, hat Österreich im Hinspiel mit 0:1 besiegt, und es gilt, diese Scharte auszuwetzen – mit einer soliden Leistung und hoffentlich vielen Toren.
Der Kader und die Rückkehrer
Für das bevorstehende Spiel gegen Slowenien hat Söndergaard einen Kader zusammengestellt, der frische Gesichter und erfahrene Spielerinnen vereint. Nicole Billa, die im Angriff eine neue Chance erhält, und Lilli Purtscheller, die nach einem Kreuzbandriss zurückkehrt, bringen frischen Wind ins Team. Auch Sarah Zadrazil, die sich von einer Verletzung erholt hat, wird ab 1. Juni als Trainingsgast dabei sein. “Wir sind fit und bereit”, sagt Söndergaard, und das ist ein gutes Gefühl für die Fans.
Das Team hat sich bereits am ÖFB-Campus einquartiert, die ersten Trainingseinheiten fanden im Pre-Camp in Eisenstadt statt. Fans und Medien waren eingeladen, um die erste Einheit zu beobachten – ein großer Schritt in Richtung Transparenz und Gemeinschaft. Wer weiß, vielleicht wird das auch von den 3.000 bis 3.500 Zuschauern in Wien-Hernals honoriert, die sich auf ein packendes Spiel freuen. Die Atmosphäre wird sicher elektrisierend sein, wenn die Mädels gegen Slowenien auf dem Platz stehen.
Der Blick über die Grenzen
Parallel zu den österreichischen Bemühungen befindet sich auch das deutsche Frauen-Nationalteam im WM-Qualifikationsmodus. Bundestrainer Christian Wück arbeitet daran, die Entwicklung seines Teams fortzusetzen und hat neue Talente integriert. Der Druck, sich für die WM 2027 zu qualifizieren, ist auch bei den Nachbarn groß. Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich nicht nur im eigenen Land zu behaupten, sondern auch international für Furore zu sorgen.
Die Herausforderungen sind zahlreich, doch mit einem starken Teamgeist und dem richtigen Plan könnte der ÖFB Frauen-Nationalteam unter der Führung von Söndergaard der Schlüssel zum Erfolg gelingen. Und wer weiß, vielleicht wird der Freitagabend in Hernals für die österreichischen Frauen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Fans sind bereit, und die Spielerinnen auch – jetzt liegt es an ihnen, alles zu geben!