Am Donnerstag, dem 14. Mai, wird das WSC-Stadion in Wien zum Schauplatz eines historischen Ereignisses: das 50. ÖFB-Cupfinale der Frauen zwischen RB Salzburg und Austria Wien. Ein Spektakel, das für viele nicht nur ein Fußballspiel ist, sondern ein Fest des Frauenfußballs, das mit einer Rekordkulisse aufwartet. Über 2.600 Tickets wurden bereits verkauft – ein neuer Rekord, der den alten von 2.300 Fans aus Wiener Neustadt übertrifft.
Isabel Hochstöger, die ÖFB-Leiterin für Frauen- und Mädchenfußball, hat sich stolz über diesen historischen Moment geäußert. Der Finaltag wird mit einem Fan-Dorf um 11:30 Uhr eingeläutet, bevor es um 14:30 Uhr zum großen Anpfiff kommt. Wer sich das Spektakel nicht entgehen lassen kann, kann das Spiel live auf ORF1 verfolgen.
Die Teams im Fokus
Salzburg geht in diesem Finale in ihrem ersten Anlauf an den Start, während Austria Wien bereits zum dritten Mal in Serie um den Titel kämpft. Trainer Dušan Pavlović sieht in dieser Partie eine große Chance für sein Team. Trotz eines 28-Punkte-Rückstands in der Bundesliga, strahlt seine Mannschaft Optimismus aus. Kapitänin Lucia Orkic hat ihrer Truppe versprochen, alles für den Sieg zu geben.
Auf der anderen Seite steht Austria Wien, die den Cup-Fluch besiegen möchte, nachdem sie in den letzten zwei Jahren im Finale gegen St. Pölten gescheitert sind. Trainer Stefan Kenesei akzeptiert die Favoritenrolle und hat das klare Ziel vor Augen: den ersten Titel zu gewinnen. Kapitänin Carina Wenninger hebt die Nervenstärke und die Qualität ihres Teams hervor – Eigenschaften, die beim Finale entscheidend sein könnten.
Der Weg ins Finale
Beide Teams haben sich mit starken Leistungen ins Finale gekämpft. Salzburg konnte sich im Halbfinale mit einem 2:0 gegen LASK durchsetzen, während Austria Graz ebenfalls mit 2:0 gegen Sturm Graz gewann. Besonders auffällig ist, dass Salzburg im gesamten Cup-Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert hat. Ein kleiner, aber feiner Vorteil, den sie mit ins Finale bringen.
Das letzte Liga-Duell zwischen Austria und Salzburg endete torlos – ein Zeichen dafür, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe agieren. Das Stadion wird an diesem Tag nicht nur ein Ort des Wettbewerbs, sondern auch ein Schmelztiegel der Emotionen und der Leidenschaft für den Frauenfußball.
In Hernals, wo alles beginnt, wird der Sport-Club-Platz zum Zentrum des heimischen Frauenfußballs. Es ist ein Moment, in dem sich die Geschichte des Frauenfußballs weiterentwickelt und die Pionierinnen von einst in den Hintergrund treten, während die neuen Stars in den Vordergrund rücken. Der 14. Mai wird ein Tag, den die Fans nicht so schnell vergessen werden!