Heute ist der 13. Mai 2026, und die Wiener Stadthalle erstrahlt in vollem Glanz. Der 70. Eurovision Song Contest hat endlich begonnen, und was für ein Auftakt das war! Emotionale Botschaften, schräg gekleidete Künstler und jede Menge Überraschungen – die Stimmung ist einfach elektrisierend. Der Abend begann mit einem bewegenden Einspieler über ein schwules Paar, der einen emotionalen Rahmen setzte, gefolgt von einem Auftritt von Vicky Leandros, die nostalgische Gefühle weckte.
Die Moderation übernahmen Victoria Swarovski und Michael Ostrowski, die mit ihrem charmanten Auftreten die Zuschauer mitnahmen. Besonders hervorzuheben sind die kreativen Elemente der Show: Playmobil-Figuren und ein „Austrialia“-Känguru sorgten für einige Schmunzler. Und das erste Halbfinale war alles andere als langweilig! Die Favoriten Finnland und Griechenland gingen mit energiegeladenen Auftritten auf die Bühne und zogen das Publikum sofort in ihren Bann.
Die Qualifikationen und Überraschungen
Finnland wurde von dem Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen mit dem Song „Liekinheitin“ vertreten und schaffte es mühelos ins Finale. Griechenland, vertreten durch Akylas mit dem mitreißenden „Ferto“, ließ ebenfalls die Herzen höher schlagen. Doch auch Belgien überraschte alle: Essyla erreichte mit „Dancing on the Ice“ das Finale, obwohl sie in Wettbüros als Außenseiterin galt. Israel, das von Noam Bettan mit dem Pop-Liebeslied „Michelle“ vertreten wurde, hatte es nicht ganz so leicht. Es gab Buhrufe und Pfiffe während seines Auftritts, was die politische Lage umso mehr in den Vordergrund rückte. In Wien protestierten sogar propalästinensische Aktivisten gegen die Teilnahme Israels.
Weitere Finalisten sind Moldaus Satoshi, der mit „Viva, Moldova!“ eine echte Party-Hymne ablieferte, sowie Lavina aus Serbien, Lion Ceccah aus Litauen, Alicja aus Polen und Lelek aus Kroatien. Doch nicht alle kamen so glanzvoll davon: San Marino schied trotz der Unterstützung von Boy George mit ihrem Beitrag „Superstar“ aus. Auch Georgien, Estland, Portugal und Montenegro mussten ihre Koffer packen.
Ein Blick nach vorne
Während das erste Halbfinale mit einer Mischung aus Triumph und Enttäuschung zu Ende ging, bereitet sich das Publikum nun auf das zweite Halbfinale vor, das am Donnerstag stattfinden wird. Hier stehen mit Søren Torpegaard Lund aus Dänemark und Delta Goodrem aus Australien weitere Mitfavoriten auf der Bühne. Der Wettbewerb steckt in einer Krise – nur 35 Teilnehmer sind am Start, die niedrigste Zahl seit über 20 Jahren. Das hat auch die EBU in eine schwierige Lage gebracht, da mehrere Länder wie Spanien und Irland aus Protest gegen Israels Teilnahme nicht teilnehmen.
Österreich hat sich entschieden, in diesem Jahr auf Nostalgie zu setzen und ist mit Sarah Engels im Finale dabei, die bereits für ihren Auftritt in der Wiener Stadthalle gefeiert wurde. Trotz der turbulenten Umstände und der gespaltenen Meinungen bleibt die Vorfreude auf das große Finale am Samstag ungebrochen. Man darf gespannt sein, wer die Krone des Eurovision Song Contest 2026 mit nach Hause nehmen wird!