Pilz-Pioniere aus Wien: Nachhaltigkeit neu definiert
In Donaustadt, wo man manchmal das Gefühl hat, die Zeit steht still – da dreht sich jetzt alles um Pilze! Ja, richtig gehört! Das Wiener Start-up Hut & Stiel ist mit einer zukunftsweisenden Idee am Start, die nicht nur die Nasen der Feinschmecker in der Stadt erfreut, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tut. Die Jungs und Mädels produzieren aus unverkauften Bio-Pilzen haltbare Köstlichkeiten. Das Ziel? Lebensmittelverschwendung reduzieren und die urbane Kreislaufwirtschaft fördern – ein echter Hit!
Es ist ja nicht gerade ein Geheimnis, dass wir in einer Welt leben, in der mehr Ressourcen verbraucht werden, als die Erde nachproduzieren kann. Hut & Stiel hat sich das auf die Fahne geschrieben und züchtet in einem ehemaligen Holz-Stadel in Donaustadt Bio-Austernpilze und Igelstachelbart-Pilze. Die Pilze wachsen auf organischen Reststoffen, was sie nicht nur klimafreundlich macht, sondern auch platzsparend ist. So wird der gute alte Kaffeesatz gleich noch zum Nährboden für die kleinen Wunderwerke der Natur – voll nachhaltig!
Ein Rundgang durch die Pilzwelt
Die Verarbeitung der Pilze bei Hut & Stiel ist fast wie ein kleines Wunder: Aus nicht verkauften Pilzen entstehen Bio Wiener Pilzwürstel und Bio Wiener Pilz Pesto. Wer hätte gedacht, dass man aus übrig gebliebenen Pilzen derart schmackhafte Produkte zaubern kann? Mehr als zehn Mitarbeiter:innen tüfteln an diesen Leckereien und arbeiten an zwei Standorten – einer in Donaustadt und einer in Klosterneuburg. Die Pilze finden ihren Weg direkt in die Gastronomie, zu Märkten und Würstelständen in Wien oder sogar in Form von Pilzzuchtsets für Zuhause. Das ist mal ein cooles Konzept!
Die Stadt Wien hat das Projekt auch nicht übersehen. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hat die Produktionsstätte besucht und war sichtlich beeindruckt. Ein Beispiel für urbane und Kreislaufwirtschaft, das sich sehen lassen kann. Hut & Stiel bewirtschaftet eine Fläche, die der MA 49 gehört und arbeitet dabei streng nach biologischen Landwirtschaftskriterien. Zudem kooperiert das Unternehmen mit der Spar Warenhandels AG im Projekt „Pilz-Loop“. Hier werden nicht verkaufte Waren zurückgenommen und weiterverarbeitet – ein echter Kreislauf!
Ein Schritt in die Zukunft
Und es geht noch weiter: Seit 2023 ist Hut & Stiel sogar ein zertifizierter Betrieb für „Schule am Bauernhof“. Das bedeutet, dass sie Wiener Schulkindern Wissen über Natur und Landwirtschaft vermitteln. Ein kleiner Lichtblick in diesen Zeiten, wo es oft nur um schnelles Essen und Konsum geht. OekoBusiness Wien unterstützt die Pilz-Pioniere auch bei der Entwicklung kreislauforientierter Lösungen. Mit der neuen Verpackung für Frischpilze wird die Logistik zwischen Hut & Stiel und Spar optimiert. So wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Effizienz gesteigert!
Die Notwendigkeit zur Veränderung von Produktions- und Konsummustern ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern eine dringende Realität. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen zielt darauf ab, die Lebensmittelabfälle bis 2030 erheblich zu reduzieren. Ähnlich sieht es die EU-Kommission, die 2020 den Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft im Rahmen des EU Green Deals veröffentlicht hat. Es gibt viel zu tun, und Hut & Stiel ist ein Teil davon – ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
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