Heute ist der 20.07.2026 und hier in der Donaustadt wird über ein Thema gesprochen, das uns alle betrifft: die Energiewende. Peter Weinelt, der Chef der Wiener Stadtwerke, hat sich kürzlich zu Wort gemeldet und uns seine Gedanken zur Rolle der erneuerbaren Energien in Zeiten globaler Krisen mitgeteilt. „Erneuerbare Energien sind kein Luxus, sie sind eine Notwendigkeit“, sagt er. Und genau das zeigt sich auch in den aktuellen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Der Klimawandel ist real, das wissen wir mittlerweile aus leidvoller Erfahrung.

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat uns seit 2022 schmerzlich gelehrt, wie verwundbar wir sind. Weinelt hat ein ambitioniertes Ziel für Wien: Bis 2040 sollen alle Gasheizungen abgeschafft werden. Ein gewaltiges Unterfangen, insbesondere da es noch an gesetzlichen Verpflichtungen für den Heizungstausch fehlt. Aktuell stellt die Wien Energie jährlich rund 10.000 Wohnungen von Gasheizungen auf Fernwärme oder Wärmepumpen um. Dabei ist Fernwärme momentan zu 60% aus fossilem Gas produziert – eine Umstellung auf erneuerbare Energien ist bis 2040 geplant.

Die Zukunft der Wärmeversorgung

Der Niedertemperaturwärmemarkt in Wien umfasst sowohl Raumwärme als auch Warmwasser. Momentan dominieren Gasheizungen und die Nutzung von Fernwärme, während Heizöl und Biomasse den Rest abdecken. Der projizierte Nutzenergiebedarf im Wärmesektor wird bis 2040 auf 14,6 TWh steigen. Das ist nicht wenig! Die Bevölkerung wächst, die Sanierungsrate steigt und die klimatischen Effekte sind nicht zu unterschätzen.

Um den steigenden Bedarf zu decken, setzen die Stadtwerke auf innovative Technologien. Tiefengeothermie ist ein Schlüsselwort – die erste Bohrung in Aspern soll 2027 ans Netz gehen. In den 2030er-Jahren sollen dann rund 200.000 Haushalte mit Wärme aus der Tiefe versorgt werden. Davon träumt wohl jeder: eine nachhaltige und zuverlässige Energieversorgung ohne den schädlichen Einfluss fossiler Brennstoffe.

Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Energiepreise schwanken, vor allem aufgrund geopolitischer Konflikte wie dem Iran-Krieg. Die Gaspreise steigen, was auch die Stromproduktion beeinflusst. Prognosen für die Endkundenpreise sind kaum möglich. Aber es gibt Hoffnung: LNG-Terminals und ein erweiterter Lieferantenkreis verbessern die Gasversorgung. Das ist ein Lichtblick in dieser ganzen Misere.

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Die Bedeutung von Rohstoffen für die Energiewende

Ein weiterer Aspekt, den wir nicht aus den Augen verlieren dürfen, sind die Rohstoffe für erneuerbare Energien. Eine Studie der Wissenschaftsplattform Klimaschutz hat kürzlich aufgezeigt, wie abhängig wir von Lieferanten sind, wenn es um kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden geht. Diese Abhängigkeit kann uns in Krisensituationen in eine schwierige Lage bringen. Daher ist es wichtig, Alternativen zu finden, Recycling voranzutreiben und neue Lieferquellen zu erschließen.

Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wir unsere Informationsbasis zu kritischen Rohstoffen verbessern müssen. Ein EU-weites Ampelsystem könnte hier helfen, um die Risiken besser zu managen. Schließlich wollen wir nicht in einer Situation enden, in der wir aufgrund von Lieferengpässen in der Energieversorgung erpressbar sind. Die Stärkung der Resilienz durch mehr Forschung und Rohstoffdiplomatie ist genauso wichtig wie die Umsetzung der Energiewende selbst.

Die Wiener Linien und Lokalbahnen setzen ebenfalls ein Zeichen, indem sie ihre Busse von Diesel auf Elektroantriebe umstellen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Luftqualität zu verbessern und gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern könnte Österreich jährlich 10 bis 12 Milliarden Euro einsparen! Das klingt doch vielversprechend. Wenn wir die richtigen Schritte unternehmen, können wir nicht nur die ökologischen, sondern auch die ökonomischen Vorteile einer nachhaltigen Energiezukunft nutzen. Und das ist etwas, woran es sich zu arbeiten lohnt.

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