Heute ist der 4.06.2026 und die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die in einer Woche in den USA, Kanada und Mexiko beginnt, ist in aller Munde. Endlich hat die österreichische Nationalmannschaft es nach 28 Jahren wieder geschafft, sich für die WM-Endrunde zu qualifizieren – ein Grund zur Freude in Döbling! Hier, wo die Geschichte des Fußballs in Österreich einen besonderen Platz hat, werfen wir einen Blick auf die WM-Helden von einst. Helden, die die Fahne Österreichs in den internationalen Arenen hochhielten.
Beginnen wir mit Willibald Schmaus, einem Namen, der in den 1930er-Jahren für den Fußballclub Vienna Programm war. Schmaus war Teil der erfolgreichsten Ära des Clubs, mehrfach österreichischer Meister und zweimal Cupsieger. 1931 holte er den Mitropa-Cup und durfte an der ersten österreichischen WM 1934 in Italien teilnehmen, auch wenn er dort nicht zum Einsatz kam. Sein Debüt gab er dann 1938 in Frankreich gegen die Schweiz – ein historischer Moment!
Die Torhüter und Mittelfeldstrategen
Kurt Schmied, ein Torhüter der Extraklasse, spielte zwischen 1952 und 1965 226 Meisterschaftsspiele für die Vienna und war Teil des letzten Meisterteams von 1955. Bei der WM 1954 in der Schweiz war er dabei, als Österreich sensationell den dritten Platz belegte. Natürlich denkt man bei dieser WM auch an die „Hitzeschlacht von Lausanne“, wo Schmied einen Sonnenstich erlitt – eine wahre Feuertaufe für den Keeper! Auch bei der WM 1958 war er wieder im Einsatz.
Ein weiterer großer Name ist Karl Koller, bekannt als „Mr. Vienna“. Mit 452 Meisterschaftsspielen von 1949 bis 1966 ist er Rekordspieler der Vienna. Bei der WM 1954 spielte er in allen Partien durch und erzielte 1958 ein Tor gegen England – auch wenn Österreich in der Gruppenphase ausschied. Und dann haben wir Hans Buzek, der mit 145 Toren in 160 Meisterschaftsspielen auf Platz drei der ewigen Torschützenliste der Vienna steht. Er debütierte bereits mit 16 Jahren und war ebenfalls Teil des Kaders bei der WM 1958 – ein echter Kämpfer!
Die letzten Vertreter und die Gegenwart
Die letzten Spieler der Vienna, die an einer WM-Endrunde teilnahmen, waren Kurt Russ und Gerald Glatzmayer. Bei der WM 1990 in Italien trugen sie das Österreich-Trikot – Russ hatte zwei Einsätze, Glatzmayer einen. Eine lange Zeit ist seither vergangen, und doch bleibt die Sehnsucht nach ähnlichen Erfolgen. Aktuelle Spieler wie Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic, die im Nachwuchs bei der Vienna spielten, bringen frischen Wind in die Nationalmannschaft. Kalajdzic verbrachte vier Jahre im Vienna-Nachwuchs und hat sich zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft entwickelt.
Die Fußball-Weltmeisterschaft hat eine lange und bewegte Geschichte. Die erste fand 1930 in Uruguay statt, und Österreich war damals nicht dabei. 1934 schaffte man es schließlich zur ersten WM in Europa. Nach einem beeindruckenden Weg bis ins Halbfinale 1934 und dem dritten Platz 1954 fiel Österreich jedoch für 20 Jahre von der WM-Bühne und erlebte zahlreiche Enttäuschungen. Es war ein ständiger Auf und Ab, bis die Nationalmannschaft endlich wieder für die WM-Endrunde 2022 qualifiziert war.
Jetzt, wo die Vorfreude auf die bevorstehende WM wächst, können wir alle nur hoffen, dass die aktuelle Mannschaft in die Fußstapfen dieser großartigen Spieler tritt. Die Geschichten aus Döbling und der Erfolg der Vergangenheit sind ein lebendiger Teil des österreichischen Fußballs und werden auch in den kommenden Jahren weiter erzählt werden. Ein Hoch auf den Fußball – und auf die WM-Helden von heute und gestern!