In Döbling, einem charmanten Bezirk Wiens, ist derzeit die Angst vor Einbrüchen groß. Eine Gruppe von Einbrechern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Friseursalons ins Visier zu nehmen. Der syrische Friseur Khaled Fayad, 52, erlebt diese bedrohliche Situation hautnah. Seit der Eröffnung seines Salons im Jahr 2021 wurde er bereits sechsmal zum Ziel dieser skrupellosen Täter. Besonders beunruhigend ist, dass die Einbrecher meist vermummt mit Hoodies und Kappen auftreten, während sie mit Werkzeugen wie Hämmern und Schraubenschlüsseln bewaffnet sind. Man fragt sich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die so etwas tun.

Fayad hat sogar mehrere der Einbruchsversuche auf Video festgehalten. Diese Aufnahmen zeigen, wie die Täter versuchen, das Türschloss zu knacken oder die Eingangstür einzuschlagen. Bei ihren erfolgreichen Übergriffen stehlen sie nicht nur Geld aus der Kasse, sondern auch wertvolle Schneidegeräte, Parfums und sogar E-Scooter. Um sich zu schützen, hat Fayad bruchsicheres Glas installiert und die Polizei sowie seine Versicherung informiert. Um nachts ein Auge auf sein Geschäft zu haben, übernachtet er mittlerweile im Salon. Man kann sich vorstellen, wie frustrierend und beängstigend das für ihn ist, ständig in Alarmbereitschaft leben zu müssen.

Die Täter und ihre Hintergründe

Den Anwohnern ist es gelungen, eine Gruppe zu fotografieren, die versucht hat, bei Fayad einzubrechen. Interessanterweise hat er Stimmen auf Arabisch gehört und vermutet, dass die Täter aus Syrien oder dem Irak stammen. Laut der Wiener Polizei stellen syrische Staatsangehörige einen großen Teil der Intensivtäter in der Stadt dar. Doch Fayad ist nicht allein. Auch seine Frau, die das Nachbarlokal als Damen-Friseur führt, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Einbruchsversuche sind für sie beide zur schmerzlichen Realität geworden.

In letzter Zeit hat die Polizei fast 20 junge Verdächtige festgenommen, die mit mehreren Raubüberfällen in Verbindung stehen. Auffällig ist, dass ein Drittel dieser Verdächtigen strafunmündig ist und somit auf freiem Fuß bleibt. Die Situation wird durch die Tatsache kompliziert, dass im Bereich der Heiligenstädter Straße mehrere Einbruchsdelikte aktenkundig sind, was die Unsicherheit unter den Geschäftsinhabern weiter steigert. Die ständige Bedrohung durch Einbrüche hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch psychische Auswirkungen auf die Betroffenen.

Ein Blick über die Grenzen

Die Situation ist nicht einzigartig für Wien. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl syrischer Tatverdächtiger in den letzten zehn Jahren verfünffacht. Dabei spielen sie eine Hauptrolle bei Gewaltkriminalität, während sie bei Clankriminalität und organisierter Kriminalität eher eine Nebenrolle einnehmen. So sind etwa 38% der Straftaten von syrischen Tatverdächtigen Rohheits- und Gewaltdelikte. Im Vergleich dazu machen diese Delikte bei anderen nichtdeutschen Tatverdächtigen nur etwa ein Viertel aus. Es ist erschreckend zu sehen, wie sich exzessive Gewalt bereits bei syrischen oder syrischstämmigen Kindern und Jugendlichen zeigt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Polizei hat festgestellt, dass syrische Tätergruppen in der organisierten Kriminalität bislang nur eine kleine Rolle spielen, doch die Gefahr der Ausbildung krimineller Strukturen ist durchaus präsent. Innenminister Herbert Reul fordert, dass Straftäter nach Syrien abgeschoben werden sollten, um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken. Doch wie so oft ist das nicht die alleinige Lösung. Es braucht präventive Maßnahmen, Bildungsangebote und die Förderung von Integration, um nachhaltig etwas zu verändern. Die Debatte über Abschiebungen ist aktuell und zeigt, wie komplex die Situation ist.

Fayad wartet indes auf seine Staatsbürgerschaft und hofft, bald in Sicherheit arbeiten zu können. Die ständigen Einbruchsversuche setzen ihm zu, und es bleibt zu hoffen, dass er und andere Betroffene in Zukunft wieder ohne Angst ihren Alltag leben können. Die aktuellen Entwicklungen in Wien und darüber hinaus zeigen, dass es nicht nur um Verbrechen geht, sondern um die Menschen, die darunter leiden. Ein Blick auf die Statistik zur Kriminalität kann hier vielleicht noch mehr Aufschluss geben.

Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören heute zu den grundlegenden Anforderungen an jedes professionelle Nachrichtenangebot. Unser neues System setzt auf datensparsame Verarbeitung, den weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter-Skripte und transparente Einwilligungsmechanismen. Die DSGVO-sichere technische Basis wurde von Daniel Wom / VeloCore geschaffen.