In der Marktgasse am Alsergrund, wo der Verkehr oft wie ein wilder Fluss aus Autos und Motorrädern braust, setzen sich Anwohner und Eltern für mehr Sicherheit ein. Armin Hanschitz, ein engagierter Familienvater und Anwohner, hat eine Petition ins Leben gerufen, die bereits 90 Unterschriften sammeln konnte (Stand: 12. Juni). Das Ziel? Kinder, Jugendliche und andere vulnerablen Personen besser zu schützen und die Lebensqualität in der Gegend zu erhöhen. Denn wie oft sieht man hier kleine Kinder, die auf dem Weg zu Kindergarten oder Schule die Straße überqueren – oft in gefährlichen Situationen, wenn die Autos mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeisausen!

Die Marktgasse ist nicht nur eine Straße, sondern ein lebendiger Teil des Viertels. Hier stehen zahlreiche Wohnhäuser, zwei Kindergärten, eine Volksschule, zwei Arztpraxen und sogar eine Kirche. Die Anwohner fordern eine Umwidmung der Straße zur Wohnstraße, um den Verkehr zu beruhigen. Laut der zuständigen MA 46 können Bezirksvertretungen in Wien solche Anträge stellen und prüfen, ob die Bedingungen für eine Wohnstraße erfüllt sind. In Wohnstraßen ist der Fahrzeugverkehr weitestgehend verboten – ein echter Segen für alle Fußgänger!

Die Situation an der Liechtensteinstraße

Ähnliche Sicherheitsbedenken gibt es auch in der Liechtensteinstraße. Hier wurde die Chance zur Verbesserung der Sicherheit für Schüler:innen leider verpasst. Die kurzfristige Einbahnführung im Frühjahr 2024 führte zwar zu einer spürbaren Verkehrsberuhigung, doch nach Abschluss der Bauarbeiten kehrte der Verkehr schnell zurück. Die Grünen Alsergrund fordern daher Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, insbesondere für Kinder. Dazu gehören beispielsweise eine breitere Schutzweg-Aufdopplung zwischen Schule und Bauernfeldplatz und eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h vor dem Schulgelände. Einbahnführungen für motorisierte Fahrzeuge könnten ebenfalls einen positiven Effekt haben.

Um sicherzustellen, dass Kinder sicher zur Schule kommen, sind nicht nur bauliche Maßnahmen wichtig. Helle Kleidung, Reflektoren und Sicherheitswesten sind bei Regen und Dunkelheit unerlässlich. Auch Programme wie der „Walking-Bus“, bei dem Kinder in Gruppen zur Schule laufen, fördern die Eigenständigkeit und Sicherheit. Kommunen können solche Initiativen unterstützen, indem sie Organisation und Treffpunkte bereitstellen. Dabei spielen auch die Verkehrserziehungsprogramme von Polizei und ADAC eine zentrale Rolle. Jährlich nehmen über 180.000 Kinder an diesen Programmen teil, die spielerisch Verkehrssicherheit vermitteln.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, sind die ehrenamtlichen Schulweghelfer. Diese engagierten Personen begleiten Kinder an schwierigen Stellen und tragen so maßgeblich zu einem sicheren Schulweg bei. In Bayern etwa gab es an von Schulweghelfern gesicherten Übergängen seit über 60 Jahren keinen tödlichen Schulweg-Unfall! Das zeigt, wie wichtig solche Initiativen sind. Die Polizei schult alle Helfer kostenlos, und viele Kommunen stellen sogar Warnkleidung und Kellen zur Verfügung. Das zeigt: Es braucht ein gemeinsames Engagement von Eltern, Anwohnern und der Gemeinde, um die Sicherheit für alle Kinder zu gewährleisten.

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Die Petition von Armin Hanschitz kann online unter dem Stichwort „Wohnstraße“ auf www.openpetition.eu gefunden werden. Jeder einzelne Unterschrift zählt! Denn am Ende geht es darum, unseren Kindern einen sicheren Weg zur Schule und in die Freizeit zu ermöglichen. Und das sollten wir uns alle wert sein.

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