Am kommenden Wochenende wird es im Alsergrund musikalisch richtig spannend! Der Pfarrsaal des Servitenklosters öffnet seine Türen für einen besonderen Konzertabend mit renommierten Musikerinnen und Musikern der Wiener Orchesterszene. Hier wird nicht nur musiziert, sondern auch eine Reise durch die Entwicklung des Streichquartetts unternommen, die Tradition, Innovation und kulturelle Identität miteinander verbindet.
Das Programm ist eine wahre Schatztruhe für Liebhaber klassischer Musik. Den Auftakt macht Joseph Haydn mit seinem Streichquartett in G-Dur, op. 76 Nr. 1. Haydn, der als „Vater des Streichquartetts“ gilt, hat in seiner Karriere insgesamt 68 Quartette geschrieben – darunter auch das erwähnte Werk, das durch seinen Esprit und die harmonischen Überraschungen besticht. Wahrscheinlich hat er die meisten seiner Quartette in Gruppen von sechs zusammengefasst, was die Vielfalt und den Reichtum seines Schaffens unterstreicht. Man kann sich nur vorstellen, wie die Dialoge zwischen den Instrumenten im Raum erklingen werden!
Ein Abend voller Emotionen
Nach diesem harmonischen Einstieg folgt im zweiten Teil das Streichquartett Nr. 2 in C-Dur, op. 36 von Benjamin Britten. Komponiert im Jahr 1945 anlässlich des 250. Todestages von Henry Purcell, entfaltet dieses Werk eine emotionale Tiefe, die den Zuhörer förmlich in ihren Bann zieht. Besonders die „Chacony“ – eine Art Variationenform – wird als architektonisch brillant gefeiert und lässt die Zuhörer in eine andere Welt abtauchen.
Den krönenden Abschluss bildet Antonín Dvořáks „Amerikanisches Quartett“ (op. 96). Dieses Stück, das während Dvořáks Aufenthalt in den USA entstand, verwebt die Einflüsse amerikanischer Spirituals und der weitläufigen Landschaft mit der böhmischen Musiktradition. Man kann sich gut vorstellen, wie die Klänge der neuen Welt und die Wurzeln der alten Heimat aufeinandertreffen. Ein Fest für die Ohren!
Die Mitwirkenden
Die Konzertbesucher dürfen sich auf die talentierten Musikerinnen und Musiker freuen: Anne Harvey-Nagl, Johanna Lacroix, Nicholas Hughes und Johanna Kotschy-Appel werden an diesem Abend ihr Bestes geben. Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Interpreten die Stücke zum Leben erwecken und eine intime Atmosphäre schaffen, die das Publikum in ihren Bann zieht.
Die Eintrittspreise sind mit einer empfohlenen Spende von € 10,- mehr als fair, und die Plätze sind frei wählbar – ein echter Gewinn für alle Musikliebhaber! Es wird empfohlen, eine Kartenreservierung vorzunehmen, um sicherzugehen, dass man keinen Platz verpasst.
Es bleibt zu hoffen, dass einige der musikalischen Schätze, die an diesem Abend gespielt werden, in die Herzen der Zuhörer einziehen und noch lange nachklingen. Wer weiß, vielleicht wird der eine oder andere sogar inspiriert, selbst das Cello oder die Geige in die Hand zu nehmen und die Magie der Musik selbst zu erleben.
Wie immer, Änderungen im Programm sind vorbehalten, aber eines ist sicher: Dieser Abend wird ein Highlight für alle Klassikfreunde im Alsergrund!